Neubau der Rennstrecke: Entscheidung über Projekt "Spielberg neu" steht bevor
- Investoren Magna, KTM & Red Bull trafen sich in Graz
- Angeblich Beratungen über den neuen Business-Plan
Die Entscheidung für das Projekt "Spielberg neu" scheint unmittelbar bevor zustehen. Vertreter der potenziellen Investoren Magna, KTM und Red Bull kamen im Grazer Magna-Werk zu einem Arbeitstreffen zusammen. Es kann davon ausgegangen werden, dass das neu berechnete Geschäftsmodell erörtert wurde. Ergebnisse wurden vorläufig keine verlautbart.
Nach Abschluss aller Behördenverfahren für einen Neubau der Test- und Rennstrecke gibt es rechtliche Sicherheit bis in die höchste Instanz. Jetzt sind die Investoren am Zug, die 2005 eine Absichtserklärung unterschrieben haben. VW hatte schon im Sommer vorigen Jahres den Ausstieg aus dem 100 Mio.-Euro-Projekt erklärt.
Der VW-Ausstieg hatte eine neuerliche Interessentensuche sowie eine Überarbeitung des Businessplan mit sich gebracht. Wobei "Spielberg neu" nach der Abweisung der UVP für das ursprüngliche Mateschitz-Projekts durch den Umweltsenat 2006 ohnedies stark redimensioniert worden war.
"Ampel steht auf Grün"
Das Land Steiermark habe seine Zusagen eingelöst, betonte Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann (V), der nicht in die Investorengespräche eingebunden war: "Alle Genehmigungen liegen auf dem Tisch, der Militärflughafen darf zivil mitbenutzt werden, wir werden auch, was die Förderungen betrifft, bei diesem Projekt gerne mit dabei sein". Dass es schon in den nächsten Tagen zu einer Entscheidung seitens der Investoren kommen werde, glaube er nicht: "Der letzte Gesprächstand war, dass ein neues Geschäftsmodell berechnet wird. Das ist angeblich in den letzten Wochen passiert." Das Land hat für die Vorbereitung fünf Mio. Euro in die Hand genommen. "Die Ampel steht nach wie vor auf Grün, möglicherweise blinkt sie Grün", gab sich Buchmann kryptisch.
Als Worst-Case-Szenario wird die Wiedererrichtung der 2004 teilweise abgebrochenen alten A1-Ring-Rennstrecke gesehen, wozu sich Mateschitz verpflichtet hat. Das Land ist federführend als Errichter und Betreiber schwer vorstellbar, zumindest Buchmann hatte sich wiederholt klar gegen eine "verstaatlichte Rennstrecke" ausgesprochen. Laut Medienberichten soll sich Red Bull-Chef Dietrich Mateschitz selbst, der inzwischen am Ring über 150 Hektar Grund und Objekte erworben hat, zu längeren Gesprächen im Aichfeld aufgehalten haben.
(apa/red)

