Freitag, 1. Februar 2008

Warnstreik in Berlin überraschte Fahrgäste:
Nahverkehr durch Staus fast völlig blockiert

  • Berufstätige und Schüler trafen Ausfälle unerwartet
  • Straßenbahnen, Busse und U-Bahnen fuhren nicht

Ein nur sieben Stunden zuvor angekündigte Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr hat die deutsche Hauptstadt zeitweise fast zum Erliegen gebracht. Tausende Beschäftigte der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) legten nach Angaben der Gewerkschaft ver.di von Mitternacht an ihre Arbeit nieder. Das traf viele Berufstätige und Schüler in der Früh unerwartet.

Auf dem Weg zur Arbeit standen am Morgen stadtweit zahlreiche, offenbar uninformierte Fahrgäste ratlos an Straßenbahn- und Busstationen. Im Ostteil der Hauptstadt machte sich besonders bemerkbar, dass die nur dort verkehrenden Straßenbahnen ausfielen. Überall kamen Schüler zu spät zur Vergabe ihrer Zeugnisse. Ärger löste auch aus, dass der Streik auch das Callcenter der BVG betraf. Verunsicherte Kunden bekamen keine Auskunft. Die Gewerkschaft will mit dem Streik ihrer Forderung nach Gehaltserhöhungen von acht bis zwölf Prozent Nachdruck verleihen. (apa)

1.2.2008 16:01