Freitag, 1. Februar 2008

Neue Studie stößt sauer auf! Essen ist in Österreich im EU-Vergleich besonders teuer

  • Lebensmittelpreise sind um sieben Prozent gestiegen
  • Plus: Sozialminister Buchinger will Inflationsabgeltung

Da bleibt einem der Schweinsbraten samt Knödel doch glatt im Halse stecken. In keinem anderen europäischen Land ist Essen so teuer wie in Österreich.

Lebensmittel kosteten Ende 2007 um gut 7 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Europaweit wurden Brot, Butter, Milch und Käse "lediglich" um 5,5 Prozent teurer. Das geht aus einer Studie der Arbeiterkammer hervor.

Als Grund für den Preisanstieg nennt die OECD die große Nachfrage nach Energiepflanzen, also Pflanzen zur Energiegewinnung, die man auch essen kann. Laut EU muss auch Österreich mehr Biotreibstoffe verwenden, was eine gesteigerte Nachfrage und somit auch höhere Preise bedeutet.

Hilfe für Bezieher niedriger Einkommen?
Sozialminister Erwin Buchinger hat sich dafür ausgesprochen, angesichts der Verteuerung vor allem bei Nahrungsmitteln Menschen mit einem Einkommen von unter 1.000 Euro mit einer Einmalzahlung von 100 Euro zu helfen. Davon betroffen sollten eben neben Pensionisten auch Bezieher von Notstands- und Sozialhilfe sein. Außerdem verlangt Buchinger ein Preismonitoring über die Bundeswettbewerbsbehörde. Er warf Wirtschaftsminister Martin Bartenstein vor, bisher nichts in diesem Bereich getan zu haben.

Der Sozialminister tritt auch dafür ein, Agrarsubventionen von den Großbauern abzuziehen und den Kleinbauern und Konsumenten zukommen zu lassen, wie Buchinger im Radio-Morgenjournal des ORF erklärte. Die vorgeschlagene Einmalzahlung von 100 Euro sei "sicher ein Beitrag, der für eine durchschnittliche Familie die Erhöhung der Nahrungsmittelpreise im Jahr 2008 weitgehend abdecken kann".

(red)

1.2.2008 11:25