Mittwoch, 30. Jänner 2008

Müllentsorger Saubermacher zieht zurück: Börsegang in letzter Sekunde doch abgesagt

  • Nachfrage nach Papieren zu einem zu geringen Preis
  • Saubermacher sei trotz Börseturbelenzen mehr wert

Die Müllentsorgungsfirma Saubermacher Dienstleistungs AG hat ihren angekündigten Börsegang in letzter Sekunde abgesagt. Grund dafür sind die jüngsten Turbulenzen an den Börsen. Dadurch hatte das Unternehmen die angestrebte Preisspanne der Papiere nicht erreichen können. Der verfehlte Börsegang reiht sich ein in eine Serie bei österreichischen Unternehmen.

Die Grazer Abfallentsorgungsfirma Saubermacher hat ihren für morgen geplanten Börsegang in letzter Minute abgesagt. Vorstandssprecher Hans Roth begründete die Entscheidung gegenüber der APA mit der "in den letzten zehn Tagen verschlechterten Börsesituation". Die "Option Börsegang" bleibe aber nach wie vor offen. "Wenn ein Wunder geschieht, kann es durchaus sein, dass wir im kommenden Herbst doch an die Börse gehen", sagte er.

Alles vorbereitet
Saubermacher hätte die Zeichnungsfrist verspätet beenden wollen und danach den Ausgabepreis bekanntgeben wollen. Der Preisband hätte von 19 bis 23 Euro betragen sollen. In Folge wäre die Erstnotierung geplant gewesen.

"Die Nachfrage wäre schon da gewesen, aber zu einem etwas anderen Preis", sagte Roth. "Das wollte ich aber nicht." Sein Unternehmen sei durch die Börseturbulenzen der vergangenen Wochen nicht weniger wert geworden.

In guter Gesellschaft
Saubermacher ist das letzte aus einer Reihe von österreichischen Unternehmen, die wegen des schlechten Börseklimas ihr IPO absagen mussten. Im Dezember hatte der steirische Stahlhersteller Breitenfeld das Handtuch werfen müssen, Mitte Jänner sagte auch die oberösterreichische Energie AG ab.

(apa/red)

30.1.2008 11:33