Die Austria wurde zur Aktiengesellschaft:
Überraschung bei der Generalversammlung
- Operative Tätigkeit startet mit der neuen Saison
- Manager: "Jetzt sind Wirtschaftsexperten am Wort"

·UMFRAGE: Welches Team holt den Titel?
Salzburg von Austria
oder Rapid zu stoppen?
·UMFRAGE: Welches Team steigt heuer ab?
Erwischt es Neulinge oder
einen etablierten Verein?
Zwei Stunden hat die ordentliche Generalversammlung von Fußball-Herbstmeister Austria Magna im Wiener Rathaus gedauert. Die Vereinsführung mit Wolfgang Katzian an der Spitze stand den Ordentlichen Mitgliedern - 124 von 201 waren gekommen - Rede und Antwort, informierte über die Zukunft und ließ mit einer Nachricht aufhorchen: Die Umwandlung der Profisektion in eine Aktiengesellschaft ist bereits vollzogen worden.
"Der formelle Gründungsakt fand schon wenige Tage vor Weihnachten statt. Jetzt sind die Wirtschaftsexperten daran, die bestmögliche Überführung des Profibetriebs in eine AG vorzubereiten. Derzeit ist die AG noch nicht operativ tätig, soll es aber mit Beginn der neuen Saison 2008/09 werden", sagte Clubmanager Markus Kraetschmer der APA - Austria Presse Agentur über den AG-Vollzug und wartete mit Rekordzahlen des Vereins auf.
So erreichte der Mitgliederstand fast die 2.000er-Marke, stieg die Zahl der Abonnenten inklusive der VIP's auf über 3.000 und wuchs der Zuschauerschnitt bei Heimspielen auf über 7.900 an. "Wir können stolz sagen, dass viele Schläfer schön langsam wieder aufwachen und sich zur Austria bekennen. Der Club hat wieder eine Seele und einen Körper", meinte Katzian, der vor genau einem Jahr, als der Verein noch Schlusslicht in der Tabelle gewesen war, sein Amt angetreten hat.
Der Termin für das mit Spannung erwartete Gespräch mit Mäzen Frank Stronach über die weitere wirtschaftliche Zukunft steht noch immer nicht definitiv fest. "Vorher kann ich auch keine genaueren Angaben machen. Er hat in einigen Interviews aber schon angekündigt, dass es keinen Totalrückzug von ihm geben wird. Ich gehe von einer weiteren Zusammenarbeit aus, das Volumen kenne ich allerdings noch nicht. Wir haben immer gesagt, dass Magna unser erster Ansprechpartner ist, das ziehen wir durch", so der GPA-Chef.
Frage nach dem Nachwuchs
Informelle Gespräche mit anderen Partnern habe es freilich schon gegeben, die Detailverhandlungen könnten aber auch erst nach dem Treffen mit Stronach geführt werden. GV-Thema waren auch Berichte über die Zukunft des Austria-Nachwuchses. Es wurde klar festgestellt, dass alle Spieler der Hollabrunner Stronach-Akademie einen Spielerpass der Austria besitzen. Für die Bundesliga-Lizenz ist eine eigene Nachwuchsarbeit erforderlich.
Dazu Katzian: "Wenn es künftig keine Kooperation mit der FSA geben wird, müssen wir von der U15 bis zur U19 Mannschaften stellen. Wir sind für alle Eventualitäten vorbereitet." Informiert wurde auch über den Bau der neuen Osttribüne mittels eines Videos, das den Fans anlässlich des ersten violetten Balls am 9. Februar im Hotel Marriott präsentiert wird. Bis Februar sollten alle rechtlichen Schritte gesetzt sein. Das Projekt Horr-Stadion sei unabhängig von den Rothneusiedl-Plänen, das Sache der Wiener Stadtplaner sei.
(apa/red)
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