Führungswechsel beim österreichischen Bundesheer: SPÖ-naher Entacher an Spitze
- Wahlkriterien waren Kompetenz und Bodenständigkeit
- Entacher: "Schneller zur Sache, mehr für die Truppe."

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·Darabos-Brief
an Spitzenbeamte
Bundesheerreform: Das Schreiben im Wortlaut
Das österreichische Bundesheer hat eine neue Führung. Generalleutnant Edmund Entacher wird wie erwartet neuer Chef des Generalstabs. Zu seinem Stellvertreter wird Generalmajor Othmar Commenda ernannt. Die Leitung der vier neuen Sektionen der Zentralstelle des Verteidigungsministeriums übernehmen Rainer Holenia, Dietmar Franzisci, Freyo Apfalter und Christian Segur- Cabanac.
Dieses neue Führungsteam wurde von Verteidigungsminister Darabos (SPÖ) vorgestellt. Darabos begründete die Bestellung des als SPÖ-nahe geltenden Entacher zum Generalstabschef einerseits mit dessen Beliebtheit bei der Truppe und andererseits mit dessen Kompetenz und Bodenständigkeit. Als Motto für seine künftige Aufgabe formulierte Entacher: "Schneller zur Sache, mehr für die Truppe." Neu an der Zentralstelle ist, dass der Generalstabschef künftig ein Weisungsrecht gegenüber den Sektionen II bis IV (Planung, Bereitstellung und Einsatz) und damit mehr Macht hat.
Die vier Sektionen und der Generalstab ersetzen die bisherigen drei Stäbe und drei Sektionen. Darabos sprach von einer wichtigen Verschlankung der Struktur. Er betonte mehrmals, dass die Bestellungen nach objektiven Kriterien erfolgt seien: "Objektivität war hier das Maß aller Dinge." Parteipolitik hätte keine Rolle gespielt, so Darabos. (apa/red)
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