Dienstag, 29. Jänner 2008

Von eisiger Straße abgekommen: 25 Tote bei Busunglück in kältegeschütteltem China

  • Kraftwerken geht wegen Kältewelle die Kohle aus

Der ungewöhnlich heftige Wintereinbruch in China hat zu einem schweren Verkehrsunfall in der südwestlichen Provinz Guizhou geführt: 25 Menschen wurden getötet, als ihr Bus von einer vereisten Bergstraße abkam und 40 Meter in die Tiefe stürzte, wie die Nachrichtenagentur Xinhua meldete. 13 Menschen seien verletzt worden.

Ersten Ermittlungen zufolge sei das ungewöhnlich kalte Winterwetter mit Eis und Minusgraden für den Unfall verantwortlich. Weite Teile Chinas werden sei Wochen von dem kältesten Winter seit 50 Jahren heimgesucht. In der Provinz Guandong saßen mehr als eine halbe Million Reisende fest, da die Eisenbahn- und Straßenverbindungen unterbrochen sind. Auch der Transport von Kohle und Lebensmitteln ist oftmals zu Erliegen gekommen.

Kraftwerke mussten kapitulieren
Einige chinesische Kraftwerke haben inmitten des strengen Winters die Stromproduktion einstellen müssen, weil ihnen die Kohle ausgegangen ist. Der anhaltende Schneefall behindert dabei die Versorgung der Kraftwerke, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

Die stillgelegten Kraftwerke hätten sieben Prozent des Strombedarfs produziert, hieß es. Bei anderen Kraftwerken, die für weitere zehn Prozent verantwortlich seien, reiche der Kohlevorrat nur noch für drei Tage, hieß es unter Berufung auf die staatliche Elektrizitätsbehörde. Die Kohlereserven lägen bei 21 Millionen Tonnen, der Hälfte des normalen Wertes.

(apa/red)

29.1.2008 08:19