SPÖ will vierten Landesrat in NÖ erstreiten: Vorsitzende Onodi formuliert Ziele für Wahl
- SPÖ will Arbeitsmarktressort ÖVP streitig machen
- Situation am Arbeitsmarkt "nicht zufriedenstellend"

·SPÖ will unbedingt
"einen Zahn zulegen"
Wollen "Andersartigkeit" der Partei unterstreichen
Eine konkretes Ziel anlässlich der niederösterreichischen Landtagswahl am 9. März hat die SPÖ formuliert. Landespartei-Vorsitzende Heidemaria Onodi meinte in St. Pölten, es gelte so viele zu Stimmen erhalten, um einen zusätzlichen Landesrat zu stellen. Dieser angestrebte vierte Landesrat solle dann das Arbeitsmarktressort beinhalten, sagte Onodi bei einer Pressekonferenz.
Der Arbeitsmarkt sei "zu wichtig, um ihn der ÖVP zu überlassen". Die SPÖ habe hierbei die "meiste Kompetenz" und das erforderliche Know-how, sagte Onodi. Sie übte auch Kritik an der niederösterreichischen Volkspartei. Diese hätte in der Vergangenheit "blockiert" und "ignoriert". So hätte die Volkspartei die Frage nach dem Facharbeitermangel "verschlafen", selbiges gelte für die Forderung nach dem Ausbau von übertrieblichen Lehrwerkstätten. "Wir beanspruchen die Verantwortung für das Ressort Arbeitsmarkt", so die SPÖ-Chefin.
Onodi meinte, bei der Landtagswahl 2003 hätten der SPNÖ rund 17.000 Stimmen für den vierten Landesrat gefehlt. Die Erreichung des Ziels der SPÖ beim Urnengang am 9. März sei auch von der Wahlbeteiligung abhängig. Onodi bekräftige: "Wir wollen stärker werden".
Arbeitsmarkt
In Sachen Arbeitsmarkt führte SPÖ-Landesgeschäftführer Josef Leitner aus, dass es im Jahresdurchschnitt 2007 in Niederösterreich 37.361 Jobsuchende gegeben habe. Dies sei ein Rückgang um 7,3 Prozent zu 2006. Die Situation sei aber "noch immer nicht zufriedenstellend". Der Arbeitsmarkt erhole sich nicht in dem Ausmaß wie sich die SPNÖ dies "für alle Menschen" vorstelle, meinte Onodi. So hätte etwa der Bezirk Waidhofen an der Thaya 2007 nur einen Rückgang von 2,7 Prozent an Jobsuchenden verzeichnet, in Hollabrunn habe es ein Minus von 3 Prozent gegeben. Insgesamt in 13 niederösterreichischen Bezirken liege der prozentuelle Rückgang unter dem Durchschnitt von 7,3 Prozent.
(apa/red)
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