Montag, 28. Jänner 2008

Stundenlange Misshandlungen auf Party: Junge Kärntnerin von Gästen brutal gequält

  • 19- und 23-jährige Partygäste schlugen auf sie ein
  • Sechs Stunden lang durfte sie Party nicht verlassen

Eine 17-jährige Kärntnerin ist in Klagenfurt von einer 19-Jährigen und einem 23-Jährigen stundenlang misshandelt worden. Laut Polizeiangaben wurde sie mit Fußtritten, Ohrfeigen und Faustschlägen gequält. Der Gewaltausbruch ereignete sich im Zuge einer privaten Party im Klagenfurter Stadtteil Waidmannsdorf. Vier Partygäste sahen den Misshandlungen tatenlos zu.

Den Misshandlungen wäre eine wörtliche Auseinandersetzung zwischen zwei jungen Frauen vorausgegangen, sagte ein Polizeisprecher gegenüber der APA. Aus dem Streit entwickelten sich jedoch rasch tätliche Angriffe gegen die 17-Jährige. "Sie wurde auch an den Haaren gerissen und mit dem Kopf gegen die Mauer und den Heizkörper gestoßen", erklärte der Sprecher. Zudem wurden Zigaretten am Handrücken des Opfers ausgedämpft. Vier Burschen im Alter zwischen 15 und 20 Jahren - darunter auch der Ex-Freund des Opfers - sahen bei den Misshandlungen seelenruhig zu, ohne zu helfen.

Stundenlange Qual
Die junge Frau, die als Kellnerin arbeitet, durfte die Wohnung, in der die Party stattgefunden hatte, sechs Stunden lange nicht verlassen. Erst tags darauf suchte sie auf Anraten eines Verwandten das Unfallkrankenhaus Klagenfurt auf. Danach erstattete sie Anzeige bei der Polizei. "Sie hat fürchterlich ausgesehen. Ihr linkes Auge war zugeschwollen, sie hatte Hämatome am ganzen Körper", sagte der Polizeisprecher. Die Erhebungen in dem Fall waren vorerst noch nicht abgeschlossen.

(apa/red)

28.1.2008 13:51