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Vorbei sind die Zeiten bloßer Schnäppchenjagd und Geiz-ist-geil-Gesinnung. Die schönsten Tage im Jahr verlangen auch nach kompetenter Beratung.
Der Urlaub ist nach dem Kauf eines Autos oder der Investitionen in die Wohnung Anlass für die größte Ausgabe im Jahr. Dementsprechend sollte das Reiseprodukt aussehen. "Angefangen vom Verkauf im Reisebüro bis zur glücklichen Rückkehr", erklärt Klaus Pümpel, Vorstandsvorsitzender der TUI Austria Holding.
Trotzdem ist das Produkt Urlaub preiswert wie selten zuvor. Die günstigen Preise sorgen mitunter dafür, dass der Wert des Urlaubs gering geschätzt wird. Die Reisebranche wehrt sich dagegen, Produkte mit Billig-Image auf den Markt zu werfen, und will den Wert ihres Produkts stärker kommuniziert wissen.
Konkurrenz aus dem Internet
Die Reisebranche hat sich in den vergangenen Jahren neuer Konkurrenz aus Handel und Internet stellen müssen und sich darum bemüht, ihre Produkte nicht nur Trends anzupassen, sondern auch Nachhaltigkeit zu schaffen. Den Mehrwert leisten heute nicht allein die vielen Zusatzangebote und Leistungspakete, die den Gast bei Urlaubsantritt und vor Ort rundum versorgen. Es geht auch um den psychologischen und philosophischen Wohlfühleffekt, der sich idealerweise über die Urlaubswochen hinaus erstreckt.
"Komfort" statt "Pauschal"
Deshalb ist der Gast heute offen für neue Reiseformen und Destinationen. Urlaub ist nicht mehr nur "pauschal" zu verstehen, sondern definiert sich individuell. Dabei wird auf die Pauschalreise zu Unrecht geschimpft, wie Joseph Peterleithner, Konzernsprecher der TUI Holding AG festhält: "Nicht die Pauschalreise an sich hat ein Problem, sondern nur deren Bezeichnung., Pauschal' klingt nach, gewöhnlich' und, von der Stange'. Dabei braucht es lediglich eine Namensänderung, um das Image der Pauschalreise zu heben." Peterleithner favorisiert den Begriff "Komfortreise".
Ökoreisen bleiben Nischenprodukt
Auch der ökologische Gedanke spielt in der Tourismusbranche eine immer größere Rolle. Über "klimaneutrale Reisen" wird heftig diskutiert, einzelne Angebote liegen bereits vor. Ob es aber für eine echte, dauerhafte Marktnische reicht, wagt TUI-Boss Pümpel zu bezweifeln: "In großen Märkten wie Deutschland gibt es ein schmales Segment, in dem Nischenveranstalter reüssieren können. In einem so kleinen Markt wie Österreich wäre das Thema nur schwer zu bedienen", meint der Touristiker.
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