Wohnen in Österreich wird wieder teurer:
Zu wenig neue Bauten lassen Mieten steigen
- Gemeinnützige wollen 2008 mehr bauen und sanieren
- Verband warnt vor Länderautonomie bei Förderungen
·Wohnungen in Wien 2007 teurer geworden
Freie Mieten um satte
fünf Prozent angestiegen
·Wohnen in Salzburg war noch nie so teuer
Steigende Preise & wenig geförderte Wohnungen
·AK: Mietbelastung
um 20,2 % gestiegen
FORMAT: Negative Auswirkung auf Kaufkraft
·Schon wieder teurer: Eigentumswohnungen
Börserl-Schreck: Immo-
preise steigen weiter an
·Da rollt der Rubel: Moskau teuerste Stadt
Russische Hauptstadt vor London, Seoul und Tokio
·Die teuren Mieten der Shopping-Meilen
5th Avenue auf Platz 1, Kärntnerstraße Platz 17
Am österreichische Wohnungsmarkt wird auch heuer wieder zu wenig gebaut werden. Dem österreichischen Verband gemeinnütziger Bauvereinigungen (gbv) zufolge werden heuer voraussichtlich bis zu 47.000 neue Wohnungen auf den Markt kommen. Benötigt würden aber etwa 53.000 Neubauwohnungen. Der Verband geht davon aus, dass sich die Knappheit in höheren Mieten niederschlagen wird.
Zusätzlich würden auch kräftig gestiegene Grundstückspreise, höhere Baukosten und höhere Kreditzinsen für die Wohnbaufinanzierung wohnen verteuern, so gbv-Obmann Wurm. Derzeit liegt der Quadratmeter- Preis im gemeinnützigen Bereich inklusive Betriebskosten bei 6,30 bis 7,30 Euro, im privaten Bereich bei 11 bis 12 Euro.
Weil es immer weniger Bauunternehmen gibt, die ökologischen, architektonischen aber auch brandschutztechnischen Anforderungen immer größer würden und weil auch im Infrastrukturbereich derzeit besonders viel gebaut werde, seien die Baukosten für einen Wohnbauträger in Wien in den vergangenen drei Jahren um fast 20 Prozent gestiegen. Die Grundstückspreise im städtischen Bereich seien vor drei Jahren noch bei 200 bis 220 Euro pro Quadratmeter gelegen und bewegten sich mittlerweile bei 300 Euro und darüber.
Im Rahmen des Finanzausgleichs hat der Bund den Ländern die Aufhebung der Zweckbindung für die 1,78 Mrd. Euro übertragenen "Zweckzuschüsse" für die Wohnbauförderung in Aussicht gestellt, wenn sich die Länder bis dahin dazu verpflichten, die Sanierungsrate zunächst auf 3 Prozent und ab 2012 auf 5 Prozent anzuheben bzw. bis 2015 zu 50 Prozent Niedrighäuser und danach ausschließlich Passivhäuser zu fördern. (apa/red)
