Donnerstag, 24. Jänner 2008

Europaweiter Aufruf zu Influenza-Impfung: Erkrankungswelle breitet sich weiter aus

  • Signifikante Influenza-Aktivität in 13 Staaten Europas

Das Europäische Zentrum für Krankheitskontrolle (ECDC) fordert verstärkt zur Influenza-Impfung auf. Die Erkrankungswelle breitet derzeit in ganz Europa aus.

"In dieser Woche gibt es bereits eine signifikante Influenza-Aktivität in 13 europäischen Staaten, so in Österreich, Bulgarien, Frankreich, Ungarn, Irland, Italien, Luxemburg, den Niederlanden, Portugal, Slowenien, Spanien, die Schweiz und in Großbritannien", hieß es in einer Aussendung.

40.000 bis 220.000 Todesfälle jedes Jahr
Das ECDC schätzt, dass die saisonale Influenza in Europa jedes Jahr zwischen 40.000 und 220.000 Todesfälle verursacht. Während in den vergangenen Jahren die Influenza A-Viren (H1) regelmäßig für Kinder besonders belastend gewesen wäre, würden in dieser Saison in Irland, Spanien, der Schweiz und Großbritannien auffallend viele Erwerbstätige erkranken. Einfache hygienische Maßnahmen, das Vermeiden von Menschenansammlungen könnten die Verbreitung der Influenza begrenzen. Zumindest ältere Menschen und chronisch Kranke sollten sich möglichst schnell gegen die Influenza impfen lassen, wenn sie das nicht schon sind.

Vergangene Woche gab es allein in Wien rund 16.300 Neuerkrankte. Die Österreicher sind traditionell in Sachen Influenza "Impfmuffel". Nur 18 Prozent ließen sich vergangenes Jahr immunisieren, unter den Angehörigen der Gesundheitsberufe gar nur 17 Prozent.

(apa/red)

24.1.2008 09:29