Donnerstag, 24. Jänner 2008

Wieder z’sam gegen Islam: Jörg Haider
und seine freiheitlichen Reunions-Träume

  • NEWS: Wie Ex-FPÖ-Chef Orange & Blau vereinen will
  • PLUS: Wer ihn in der FPÖ bei Vorhaben unterstützt

"Das Ganze ist ein Wahnsinn. Gemeinsam könnten wir wieder auf über 20 Prozent kommen", ärgerte sich Jörg Haider vergangenes Wochenende im Kreise seiner Vertrauten angesichts des Grazer Wahlergebnisses. Tatsächlich kämpfen Freiheitliche und Orange um eine ähnliche, wenn nicht gar idente Wählerklientel. Und sie fischen fast mit den gleichen Methoden um die Anhänger des dritten Lagers: Anti-Islam, Anti-Ausländer.

"Wir müssen uns etwas einfallen lassen", erklärte der Kärntner Landeshauptmann denn auch den Seinen. Gemeint ist damit die Wiedervereinigung der blau-orangen Brüder – freilich à la Haider. Denn ganz zusammengehen will jener Mann, der jahrelang die FPÖ geführt und dann das BZÖ gegründet hatte, offenbar doch nicht mit Heinz- Christian Strache und seinen Mannen.

Haiders Reunions-Pläne
Der Ex-FP-Chef strebt vielmehr eine CDU/CSU-Lösung an. Was nichts anderes bedeutet, als dass Haider mit seinen "Freiheitlichen in Kärnten - das BZÖ" weiterhin autonom sein will. Das restliche orange Bündnis solle hingegen wieder in der FPÖ aufgehen.

Einziger Haken am schönen orangen Plan: Die umworbene blaue Braut verschmäht den orangen Verehrer derzeit klar und deutlich. FPÖ-Chef Strache will von dieser orange-blauen Liaison schlicht nichts wissen. Doch in der FPÖ gibt es auch andere Stimmen. Vor allem die sogenannten FP-"Honoratioren" - wie etwa FP-Mandatar Peter Fichtenbauer - streben ebenfalls zurück in eine Regierung und können daher Haiders Ansinnen einiges abgewinnen.

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24.1.2008 09:09