Mittwoch, 23. Jänner 2008

Mitten in der internationalen Börsenkrise: Heute startet Weltwirtschaftsforum in Davos

  • 2.500 Teilnehmer werden in der Schweiz erwartet
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Die Finanzkrise in den USA und ihre Auswirkungen auf die Weltwirtschaft beherrschen das 38. Weltwirtschaftsforum (World Economic Forum/WEF), das heute in Davos beginnt. Unter dem Motto "Die Kraft gemeinsamer Erneuerung" beraten rund 2.500 Spitzenkräfte aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Kultur fünf Tage lang über die jüngsten globalen Entwicklungen. Bei der offiziellen Eröffnung mit US-Außenministerin Condoleezza Rice und dem afghanischen Präsidenten Hamid Karzai als Hauptrednern sollten aber der Klimawandel und der Terrorismus im Mittelpunkt stehen.

Besonderes Gewicht erhält das Treffen durch die Finanzkrise und die Angst vor einer Rezession in den USA, was schon zu deutlichen Kurseinbrüchen an den internationalen Finanzmärkten geführt hat. WEF-Geschäftsführer Andre Schneider erklärte, eine Rezession und ein großer Kurssturz an den Aktienmärkten hätten viele Auswirkungen auch über die Wirtschaft hinaus. "Wenn wir darüber hier nicht sprechen würden, dann würden wir unsere Arbeit nicht richtig machen", sagte Schneider AP Television News.

Mindestens 26 Staats- oder Regierungschefs werden in Davos erwartet, darunter auch der pakistanische Staatschef Pervez Musharraf und der britische Premierminister Gordon Brown. Zu den Gästen aus 88 Ländern gehören aber zum Beispiel auch Microsoft-Mitgründer Bill Gates und der Vorsitzende des UNO-Klimarats (IPCC), Rajendra K. Pachauri.

Polizisten aus der ganzen Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein wollen zusammen mit 5.000 Soldaten sowie zivilen Sicherheitskräften für einen möglichst reibungslosen Ablauf sorgen. Eine Demonstration der Globalisierungskritiker ist für Samstag geplant.

(apa/red)

23.1.2008 11:06