22.1.2008 15:01

Gerard Houllier stellte Zukunft des ÖFB vor:
Illustre Gäste beim ÖFB-Zukunftssymposium

  • Houllier empfiehlt dem Verband "Vision und Einigkeit"
  • Telekom-Chef forderte schlankeres ÖFB-Präsidium

Neben dem Bemühen um ein ehrenvolles Abschneiden bei der Heim-Europameisterschaft 2008 hat der Österreichische Fußball- Bund auch mit der Arbeit für eine langfristig erfolgreiche Zukunft begonnen. Bis 2012 will man der modernste Verband Österreichs sein, so das ehrgeizige Ziel von Präsident Friedrich Stickler, der zu einem Symposium mit dem Thema "Der Fußball-Verband der Zukunft" lud.

Als Impulsgeber für die weitere Entwicklung des ÖFB in Richtung einer modernen, dynamischen Organisation waren illustre Gäste wie "T.E.A.M. Marketing"-Boss Thomas Klooz, UEFA-Generalsekretär David Taylor, Telekom-Austria-Chef Boris Nemsic und der Technische Direktor des französischen Verbandes, Gerard Houllier, erschienen. Letzterer gab dem ÖFB elf Vorschläge für einen erfolgreich arbeitenden Verband mit auf den Weg.

Erste "Zutat" ist für den Ex-Liverpool- und Lyon-Coach die Vision. Danach folgte die Einigkeit. Als nächstes nannte Houllier ausreichend finanzielle Mittel und die Spezialisierung der richtigen Personen. Hier hob er vor allem eine gute Zusammenarbeit zwischen Teamchef und Technischem Direktor hervor.

Weitere Punkte waren ein Plan mit einem konkreten Zeitrahmen, harte Arbeit und die Rolle sämtlicher Nationalmannschaften. Von großer Bedeutung ist laut Houllier auch die Anpassungsfähigkeit eines Verbandes. Dazu kamen die Schlagwörter Leidenschaft, Geduld und Selbstvertrauen.

Fußball-Exportland
Nemsic hob die Wichtigkeit von in Österreich gut ausgebildeten Arbeitskräften hervor und verlieh seiner Hoffnung Ausdruck, dass Österreich im Fußball bald zu einem Exportland werde. Dem ÖFB riet er zu einer Verkleinerung des derzeit 16-köpfigen Präsidiums.

Klooz, der mit seiner Agentur unter anderem die Champions League und den UEFA-Cup vermarktet, wunderte sich über die vielen Sponsoren des ÖFB, die er als "Anhäufung vieler interessanter Partner" bezeichnete, "die aber vielleicht etwas zufällig und aus der Not heraus geboren wurde". Der Rat des Schweizers in diesem Zusammenhang: "Manchmal ist weniger mehr."

"Rückenwind der EURO nutzen"
Stickler will bis 2009 einen modernisierten ÖFB auf die Beine gestellt haben, dessen neue Strukturen auf der Generalversammlung 2010 abgesegnet werden sollen. Für Veränderungen sei nun der richtige Zeitpunkt, den "Rückenwind der EURO wollen wir nützen", sagte er. Der Lotterien-Boss will in einigen Jahren "eines der besten, wenn nicht das beste Ausbildungsprogramm" haben.

Bereits danach begannen ÖFB-interne Beratungen über Reformen, die in Arbeitsgruppen erarbeitet werden sollen. Deren Zusammensetzung könnte laut Stickler auch Überraschungen bieten, sollen doch die Teilnehmer nicht nur aus der Bundesliga und den Landesverbänden, sondern auch aus anderen Bereichen kommen. "Querdenker sind erwünscht", meinte der ÖFB-Chef.
(apa/red)

CASHPOINT - Wollen wir wetten?
Click!

22.1.2008 15:01
Seite bookmarken bei: ? Hilfe
zurück zur Startseite