Wer gewinnt Titel bei den Damen? Ivanovic
& Scharapowa bei Australian Open im Finale
- Russin wie im Vorjahr in Melbourne im Endspiel
- Plus: Serbin Ivanovic mehr als nur Außenseiterin

·Australian Open
in Melbourne 2008
Die besten Bilder des
Grand-Slam-Turniers
·Die Auslosung der Australian Open 2008
Komplette Auslosung und Ergebnisse der DAMEN
Die Russin Maria Scharapowa und Ana Ivanovic aus Serbien bestreiten das Endspiel der Australian Open 2008. Vorjahresfinalistin Scharapowa gewann ihr Halbfinale gegen die serbische Paszek-Bezwingerin Jelena Jankovic mit 6:3,6:1, Ivanovic setzte sich anschließend gegen die Slowakin Daniela Hantuchova mit 0:6,6:3,6:4 durch.
Ivanovic steht zum zweiten Mal nach den French Open 2007 im Endspiel eines Grand-Slam-Turniers. Sie hat damit in der Weltrangliste ihre Landsfrau Jankovic bereits überholt und wird am Montag erstmals auf Platz zwei aufscheinen. Für Scharapowa ist es die vierte Finalteilnahme. Die Wimbledon-Siegerin von 2004 und US-Open-Gewinnerin von 2006 hatte im vergangenen Jahr gegen die US-Amerikanerin Serena Williams glatt 1:6,2:6 verloren.
Auf dem Weg ins Finale gab die 20-jährige Russin keinen Satz ab und geht als klare Favoritin in das Match. Im ersten Durchgang führte die Wahl-Amerikanerin bereits mit 5:0, vergab aber drei Satzbälle. Auch bei 5:2-Führung konnte Scharapowa zwei weitere Chancen nicht nutzen, ehe sie nach 42 Minuten den sechsten Satzball zum 6:3 verwandelte.
Zu Beginn des zweiten Durchgangs musste sich die als Nummer drei gesetzte Weltranglisten-Vierte Jankovic wegen Rückenproblemen behandeln lassen und hatte nicht mehr die Kraft, das Match zu drehen. "Es war sehr schmerzvoll, im zweiten Satz merkte ich, dass es nicht mehr geht. Ich wollte aber nicht aufgeben, schließlich ist es ein Halbfinale", sagte Jankovic, die in ihrem Auftaktmatch gegen die 17-jährige Österreicherin Tamira Paszek drei Matchbälle abwehren musste und sich nun eine Auszeit gönnen wird. "Ich habe zu viele Schmerztabletten genommen. Es sind aber nicht die Muskeln, die weh tun", erklärte die Serbin.
So durfte Scharapowa nach 78 Minuten ihre obligatorische Kusshand ins Publikum werfen. "Ich bin sehr froh, wieder im Finale zu stehen und ich hoffe, es läuft dieses Mal besser als vergangenes Jahr." Spätestens mit ihrem Erfolg gegen die Weltranglisten-Erste Justine Henin aus Belgien im Viertelfinale war Scharapowa zur Titelfavoritin avanciert.
Sieg für die "Schuh-Quietscherin"
Ivanovic wird im Finale wohl das "Match ihres Lebens" spielen müssen. Im Halbfinale lag sie gegen Hantuchova bereits 0:6,0:2 zurück. Am Ende beschwerte sich die Slowakin bitter und warf ihrer Gegnerin Unsportlichkeit vor. Ivanovic habe vor jedem Aufschlag ihre Schuhsohlen laut und störend quietschen lassen. "Das hat sie noch nie getan, das war einfach lächerlich", ärgerte sich Hantuchova.
Hantuchova bekam da aber von der Stuhlschiedsrichterin ebenso wenig Unterstützung wie später bei einigen höchst umstrittenen Szenen. So auch bei dem Punkt, der zum entscheidenden Break führte. Kein Wunder, dass die Slowakin ihre Gegnerin beim Abgang keines Blickes würdigte. "Ich wollte einfach nur schnell vom Platz, weil ich so enttäuscht war", erklärte die Pressburgerin. Ivanovic verstand die Aufregung nicht. "Es war keine Absicht. Ich mache das mit den Schuhen immer."
(apa/red)
