Federer präsentiert sich wieder in Form:
Favoriten sind im Viertelfinale unter sich
- Djokovic nach Hewitt-Match weiter ohne Satzverlust
- Radwanska erste Polin im Grand-Slam-Viertelfinale

Der Beginn der zweiten Turnierwoche hat bei den Tennis-Australian-Open in Melbourne fast durchwegs Achtelfinal-Siege der Favoriten gebracht. Allen voran erreichten der topgesetzte Roger Federer gegen den Tschechen Tomas Berdych (13) sowie der Serbe Novak Djokovic (3) gegen den australischen Lokalmatador Lleyton Hewitt (19) jeweils in drei Sätzen das Viertelfinale. Den einzigen Umfaller des Tages leistete sich die Russin Nadja Petrowa (14).
Federer zeigte sich von seinem Fünfsatz-Zittersieg gegen den Serben Janko Tipsarevic in Runde drei gut erholt, besiegte Berdych 6:4,7:6(7),6:3. Reibungslos lief das Match für den Weltranglisten-Ersten allerdings nicht. Im zweiten Satz zog Berdych auf 3:0 davon und war im Tiebreak nur noch zwei Punkte vom Satzgewinn entfernt. Dann verlor der Erstrunden-Bezwinger des Niederösterreichers Werner Eschauer allerdings die Nerven.
Das sah auch Federer so: "Seine Schlagauswahl in dieser Phase war doch höchst erstaunlich." Berdychs Unvermögen war Federer Recht: "Gott sei Dank hat er diesen zweiten Satz nicht gewonnen. Denn ich hatte das Gefühl, dass er in dieser Phase der bessere Spieler war." Federers nächste Hürde ist der US-Amerikaner James Blake (12), 6:3,6:4,6:4-Sieger gegen den ungesetzten Kroaten Marin Cilic. Federer führt im Head-to-Head 7:0.
Nadal macht Punkte gut
Kommt Federer über Blake hinweg, bleibt er nach diesem Turnier in jedem Fall Weltranglisten-Leader. Scheidet er aus, würde Rafael Nadal im Fall des Turniersiegs die Spitze übernehmen. Durch seinen Halbfinaleinzug verkürzte Nadal den Abstand zu Federer im Ranking, da er im Vorjahr im Viertelfinale am Chilenen Fernando Gonzalez gescheitert war.
Der Weg Nadals ins diesjährige Melbourne-Finale scheint frei, denn nach Nieminen wartet der Sieger der Partie zwischen dem ungesetzten Franzosen Jo-Wilfried Tsonga und dem Russen Michail Juschnij (14). Federer müsste sich dagegen gegen Djokovic oder David Ferrer (5) um einen Finalplatz streiten.
Djokovic perfekt unterwegs
Recht einfach hatte es Dojokovic. Der Weltranglisten-Dritte profitierte beim 7:5,6:3,6:3 gegen Hewitt aber sicher auch von dessen Müdigkeit nach dem erst am Vortag um 4:33 Uhr Ortszeit zu Ende gegangenen Fünfsatz-Hit gegen den Zyprioten Marcos Baghdatis. "Im ersten Satz hatte ich noch Glück, danach habe ich die Partie aber dominiert", meinte Djokovic nach seinem in 2:26 Stunden fixierten Viertelfinal-Einzug.
Hewitt lag im ersten Satz 2:4 zurück und legte im zweiten Satz ein Break vor, dennoch schied er bei seiner zwölften Australian-Open-Teilnahme erstmals in drei Sätzen aus. Djokovic ist hingegen beim Grand-Slam-Auftakt 2008 noch ohne Satzverlust. Noch denkt er aber nicht an ein mögliches Halbfinale gegen Federer: "Ferrer hat mich beim Masters besiegt, ist Weltranglisten-Fünfter und spielt derzeit ein unglaubliches Tennis."
Polin Radwanska überrascht
Bei den Damen geriet die US-Amerikanerin Venus Williams (8) gegen die polnische Qualifikantin Marta Domachowska zum wiederholten Mal zu Beginn beider Sätze in Rückstand, ehe sie sich 6:4, 6:4 durchsetzte. Nächste Gegnerin ist nun Ana Ivanovic (4), die Serbin setzte sich gegen die Dänin Caroline Wozniacki 6:1,7:6(2) durch.
(apa/red)
