Mittwoch, 23. Jänner 2008

Schwarze Bevölkerung steht hinter Obama: Für Clinton wird's in South Carolina sehr eng

  • US-Vorwahlen: Obama zieht in Umfragen davon
  • Republikaner & Schauspieler Fred Thompson gibt auf

Im Rennen um die US-Präsidentschaftskandidatur bei den Demokraten zieht Barack Obama vor allem dank der Unterstützung schwarzer Wähler als klarer Favorit in die nächste Runde der parteiinternen Vorwahlen. In einer Umfrage von Reuters, C-Span und Zogby sprachen sich 43 Prozent der Wähler in South Carolina für den Senator aus Illinois aus. Ganze 18 Punkte dahinter rangierte seine schärfste Konkurrentin Hillary Clinton. Abgeschlagen Dritter wurde John Edwards, ein ehemaliger Senator von North Carolina.

Obama konnte hinter sich vor allem die schwarze Bevölkerung vereinen. Sie wird voraussichtlich mehr als die Hälfte aller Wähler ausmachen, die am 26. Jänner an der Abstimmung bei den Demokraten teilnehmen. 65 Prozent der befragten Afroamerikaner gaben an, für Obama zu sein. Nur 16 Prozent von ihnen stimmten für die New Yorker Senatorin Clinton, deren Mann, Ex-Präsident Bill Clinton, bei Schwarzen hohes Ansehen genießt.

Meinungsforscher John Zogby betonte, dass noch etwa 14 Prozent der Wähler in South Carolina unentschieden seien. Zudem hätten 20 Prozent der Befragten angegeben, ihre Meinung möglicherweise noch einmal zu ändern. Die Fehlerquote der Erhebung lag bei 3,4 Prozentpunkten. Clinton konnte sich bisher bei zwei Vorwahlen durchsetzen, Obama verbuchte bisher einen Sieg.

Die Republikaner hatten bereits am 19. Jänner in South Carolina ihre Vorwahl abgehalten. Sieger wurde John McCain, Senator aus Arizona.

Thompson gibt Rennen um US-Präsidentschaft auf
Der Republikaner Fred Thompson zieht sich aus dem Rennen um die US-Präsidentschaft zurück. Der Ex- Schauspieler hatte bisher bei den Vorwahlen schlecht abgeschnitten und entschied sich dagegen, seine Bewerbung weiterzuverfolgen. "Ich hoffe, dass mein Land und meine Partei davon profitiert haben, dass wir angetreten sind", teilte er mit.

Thompson war im September in den Wahlkampf eingestiegen. Lag er in Umfragen anfangs noch auf Platz zwei bei den Republikanern, schwand die Zustimmung der Wähler bald dahin. Viele trauten ihm nicht zu, das Präsidentenamt stark genug zu wollen. Kritiker hatten ihm immer wieder vorgeworfen, er setzte sich nicht energisch genug im Wahlkampf ein. Bei der Vorwahl in South Carolina am Samstag erreichte er einen abgeschlagenen dritten Platz.

(APA/red)

23.1.2008 10:13