Spanische Zelle wollte Europa mit Terror überziehen: Selbstmord-Anschläge geplant
- Attentate auf Barcelonas U-Bahn nur der Beginn
- Eingeschleuster Informant hat Festnahmen ermöglicht

·Selbstmordanschlag in Barcelona vereitelt
Zehn Islamisten befinden sich weiterhin in Haft
Die vor einer Wochen in Barcelona zerschlagene mutmaßliche Terrorzelle soll nach Informationen der spanischen Presse auch Anschläge in Deutschland und anderen europäischen Ländern geplant haben. Wie die Zeitung "El País" unter Berufung auf einen "eingeschleusten Informanten" berichtete, bereitete die Gruppe insgesamt drei Anschläge in Spanien, einen in Deutschland sowie weitere in Frankreich, Portugal und Großbritannien vor. Relativ weit gediehen waren demnach schon die Vorbereitungen zu einer Serie von Selbstmordanschlägen auf die U-Bahn von Barcelona.
Laut der Zeitung "El Périodico de Catalunya" arbeitete der Informant für den französischen Geheimdienst. Er soll nach Informationen von "El País" erst vor kurzem mit dem Zug aus Frankreich in Barcelona eingetroffen sein, um sich vorgeblich an den Anschlagsvorbereitungen zu beteiligen. Seine Aussage habe zur Festnahme der Verdächtigen aus dem radikalislamischen Milieu geführt. Demnach hatte die Gruppe insgesamt sechs Mitglieder für Selbstmordanschläge vorgesehen, darunter auch den Informanten. Für die Anschläge sollte anschließend ein Taliban-Führer aus dem pakistanischen Grenzgebiet im Namen von El Kaida die Verantwortung übernehmen.
Die spanische Polizei hatte 14 Verdächtige, zwölf Pakistaner und zwei Inder, festgenommen. Zehn von ihnen sind seit Mittwoch in Untersuchungshaft. Nach Informationen aus spanischen Justizkreisen konnten drei der sechs potenziellen Selbstmordattentäter während der Polizeiaktion flüchten.
(apa/red)
