Gewaltwelle in Kenia: Kein Ende in Sicht -
Bei Zusammenstößen gab es weitere 49 Tote
- Insgesamt kamen bereits 800 Menschen ums Leben
- Annan beklagt Menschenrechtsverletzungen im Land

·1. Gipfeltreffen in Kenia seit Gewaltwelle
Acht Menschen zu Tode gehackt. Häuser in Brand
·Kenia: Das ist Tiere, Kaffee und Korruption
Industriell am besten ent-
wickeltes Land Ostafrikas
Bei Gewaltausbrüchen zwischen verfeindeten Volksgruppen im Westen Kenias sind mindestens 49 Menschen getötet worden. Allein in der Stadt Nakuru seien 34 Todesopfer geborgen worden, teilte die Polizei mit. Trotz einer nächtlichen Ausgangssperre seien vor allem in den Slums der Stadt Menschen durch Schüsse und Macheten ums Leben gekommen. In der gesamten Provinz Rift Valley, in der Nakuru liegt, seien 49 Todesopfer gezählt worden.
Die Provinz Rift Valley hat sich zum Zentrum der Gewalt in Kenia entwickelt. Auslöser der Unruhen ist der umstrittene Ausgang der Präsidentenwahl vom 27. Dezember. Sowohl Staatschef Mwai Kibaki als auch Oppositionsführer Raila Odinga beanspruchen den Sieg für sich. Seitdem kamen in ganz Kenia bei gewaltsamen Ausschreitungen über 800 Menschen ums Leben, 250.000 mussten fliehen.
Der frühere UN-Generalsekretär Kofi Annan hat seine Bemühungen um eine Beilegung der innenpolitischen Krise in Kenia mit einem Besuch in der Unruheprovinz Rift Valley fortgesetzt. Annan äußerte sich nach der Besichtigung ausgebrannter Häuser und nach Begegnungen mit vertriebenen Einwohnern besorgt über das Ausmaß der dortigen Menschenrechtsverletzungen. Es gebe einen "groben und systematischen Missbrauch der Menschenrechte", sagte er vor Journalisten.
(apa/red)
