Selbstmordanschlag in Barcelona vereitelt:
Terrorangst vor der Parlamentswahl im März
- Islamisten planten Lahmlegung des Verkehrssystems
- Erinnerungen an Anschläge in Madrid im März 2004

Die von der spanischen Polizei festgenommenen mutmaßlichen Islamisten hatten nach Angaben eines Richters einen Selbstmordanschlag auf das öffentliche Verkehrssystem in Barcelona geplant. Richter Ismael Moreno ordnete nach der Vernehmung von zwölf der ursprünglich 14 Festgenommenen die weitere Untersuchungshaft für zehn der Verdächtigen an. Zwei ließ der Richter frei. Zuvor waren bereits zwei der Festgenommenen auf freien Fuß gesetzt worden.
Zwölf der ursprünglich 14 Festgenommenen sind nach Angaben der Behörden Pakistaner, die zwei anderen sind Inder. Drei von ihnen hätten den Selbstmordanschlag ausführen sollen, sagte Moreno, Sie seien zwischen Oktober und Mitte Jänner aus Pakistan nach Spanien gekommen.
Terroranschläge
Die Festnahmen erfolgten sieben Wochen vor der Parlamentswahl in Spanien. Vor der letzten Wahl im März 2004 hatten Islamisten Bombenanschläge auf Nahverkehrszüge in Madrid verübt und 191 Menschen getötet. Zu der Tat bekannten sich Islamisten, die nach eigenen Angaben im Auftrag von Al Kaida handelten. Die spanischen Gerichte fanden keine Anhaltspunkte dafür, dass das Terrornetzwerk die Anschläge anordnete oder finanzierte. Es gibt Befürchtungen, Terroristen könnten versuchen, vor der Parlamentswahl am 9. März erneut Anschläge zu verüben.
(apa/red)
