Dienstag, 22. Jänner 2008

Nationaler Widerstandsrat bekräftigt: Iran arbeitet "rund um die Uhr" an Atombombe

  • Forderung nach sofortigem UNO-Sanktionsbeschluss

Der Iran arbeitet "rund um die Uhr" an der Herstellung von Atomwaffen. Das sagt eine einflussreiche Exil-Oppositionsgruppe. Jegliche Verzögerung eines UNO-Sanktionsbeschlusses wäre ein "unverzeihlicher Fehler", heißt es in einer Stellungnahme des Nationalen Widerstandsrates des Iran (NCRI).

Der NCRI, der politische Arm der von den USA und der Europäischen Union als terroristische Organisation eingestuften Volksmujaheddin, hatte bereits 2002 als erster die Existenz von geheimen Atomanlagen in Natanz und Arak bekannt gemacht.

Arbeiten "rund um die Uhr"
Die Recherchen des NCRI hätten ergeben, "dass das iranische Mullah-Regime" zusätzlich zur Urananreicherung seine Forschungen zur Herstellung von waffenfähigem Uran und zum Bau von atomaren Sprengköpfen fortsetze, erklärte der außenpolitische Sprecher des NCRI, Mohammad Mohaddessin. Das Projekt zur Herstellung von Langstreckenraketen stehe nach wie vor auf der Tagesordnung. Das Regime arbeite somit rund um die Uhr "an allen drei notwendigen Teilen für die Herstellung von Atombomben".

Jegliche Verzögerung eines Beschlusses einer neuen UN-Sicherheitsresolution und der Verhängung von umfassenden Sanktionen sei ein "unverzeihlicher Fehler". Umfassende Sanktionen hinsichtlich der Erdölgeschäfte, des Technologietransfers, der diplomatischen Beziehungen und Waffengeschäfte, "würden die Möglichkeiten des Regimes in den Besitz der Atombombe zu kommen, erheblich erschweren".

Das Verhängen von Sanktionen über die Revolutionsgarde, deren Kommandanten und ihre untergeordneten Organe sowie über Finanzinstitutionen des Regimes, "die allesamt im Dienste von Atomprojekten der Mullahs" stünden, sei eine weitere notwendige und dringende Maßnahme, unterstrich Mohaddessin.

"Mullahs gegenüber den Sanktionen verwundbar"
Die Behauptungen des iranischen Regimes, die Sanktionen würden ihm keinerlei Schwierigkeiten bereiten, entbehrten jeder Grundlage. "Nach eingegangenen Berichten des iranischen Widerstandes aus dem Iran und aus den internen Kreisen des Regimes sind die Mullahs gegenüber den Sanktionen äußerst verletzlich und verwundbar", so Mohaddessin. Sanktionen würden flächendeckende Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit des Regimes haben.

Weiters forderte der NRCI, die Weltgemeinschaft müsse die "Hindernisse, die auf dem Weg zu einem Wechsel im Iran stehen, beseitigen". Vor allem müssten die "Terrorstigma gegen die iranische Hauptopposition", die Volksmujaheddin, aufgehoben werden. Der europäische Gerichtshof und viele Parlamente in Europa, sowie der US-Kongress hätten bereits die Streichung von der Terrorliste gefordert.

(apa/red)

22.1.2008 16:44