Aus 'Mohammed' wird immer öfter 'Michael': Britische Migranten lassen sich umbenennen
- Weil sie falsche Aussprache ihrer Namen leid sind
- Migranten erhoffen sich auch größere Arbeitschancen
·Lena und Lukas sind populärste Babynamen
Lukas hält sich schon seit zehn Jahren an Spitze!
In Großbritannien zeichnet sich ein neuer Trend ab: Viele Immigranten aus islamisch geprägten Ländern "anglisieren" ihre Vornamen, bisweilen auch die Zunamen, um nicht mehr "aufzufallen". Kathpress meldet, nach Angaben der "Sunday Times" sei die Zahl der Immigranten, die sich Michael statt Mohammed oder Kevin statt Karim nennen, von 20.000 im Jahr 2001 auf 70.000 im Vorjahr gestiegen. Ob hinter der Namensänderung auch ein Konfessionswechsel steht, gehe aus dem "Sunday Times"-Bericht nicht hervor.
Die Gebühr für den Namenswechsel ist in Großbritannien sehr gering und beträgt umgerechnet 45 Euro. Der bürokratische Vorgang wird innerhalb weniger Stunden erledigt. Der Leiter des zuständigen Amtes ("Deed Poll Service"), Mike Barrett, meinte im Gespräch mit der "Sunday Times", die Leute seien oft einfach der "falschen Aussprache ihrer ursprünglichen Namen überdrüssig". Die "Sunday Times" zitierte u.a. das Beispiel eines usbekischen Flüchtlings namens Awlar Acherow, der sich in Großbritannien jetzt Adrian Barry Roberts nennt.
Aus dem Bericht der "Sunday Times" geht hervor, dass auch Chinesen, Inder, Polen und Russen ihre Namen ändern lassen, um in Großbritannien besser voranzukommen.
(APA/red)
