Sind 'FPÖ-Aktien' bei NÖ-Wahl am Steigen?
"Stolz auf neue Stärke der Freiheitlichen"
- Strache visiert eine "prozentuelle Zweistelligkeit" an
- FPÖ sieht sich auf Bundesebene als klare Nummer 3

Großen Optimismus im Hinblick auf die NÖ Landtagswahl hat am Samstag FPÖ-Chef Heinz Christian Strache beim freiheitlichen Landesparteitag in Wieselburg ausgestrahlt. Gleich zwei Mal betonte er in seiner Rede, "prozentuelle Zweistelligkeit" der FPÖ am 9. März für möglich zu halten. Graz werde das "erste positive blaue Wunder" des Jahres 2008 sein, Niederösterreich das zweite.
Strache erinnerte die Delegierten an die "neue Stärke" der FPÖ, auf die er "stolz" sei. Er verwies in diesem Zusammenhang auf Umfragen "von Instituten, die uns nicht nahe stehen", in denen die Partei mit 15 Prozent ausgewiesen sei. Die Freiheitlichen seien wieder zu einer "steigenden Aktie" geworden. Demnach sei die "Rettungsaktion abgeschlossen", die FPÖ wieder in einer "Wiederaufstiegsaktion", die Österreich hoffentlich noch nie erlebt haben werde. "Brust heraus" heiße es ob des neuen "Höhenfluges".
Sind klare Nummer drei"
Die Freiheitlichen seien auf Bundesebene wieder "klare Nummer drei" mit der "Tendenz weiter nach vorne". Dass die Grünen, eine "Politlobby für Zuwanderer und Asylanten", bei der Nationalratswahl 2006 "knapp" diesen Platz eingenommen haben, sei eine "Eintagsfliege", ein "Betriebsunfall" gewesen.
Keine "Hauswürmer" mehr zulassen
"Wir dürfen uns nicht beirren lassen", rief Strache die Delegierten in Wieselburg auf. Die FPÖ als "Gemeinschaft, wo man sich auf den anderen verlassen können muss", dürfe aber auch keine "Holzwürmer" mehr wie in der Vergangenheit in ihrem Haus zulassen.
Blaue Paranoia
Strache betonte, dass die FPÖ die "Rettung des christlich europäischen Abendlandes sicherstellen" und die "Menschen und europäischen Völker in den Mittelpunkt stellen" wolle. "Wir dürfen und wollen nicht zulassen, dass und alles genommen wird, auf das wir Wert legen." Die Österreicher wollten sich ihre Heimat nicht zerstören lassen. Es brauche daher eine "starke freiheitliche Kraft" in der Republik wie im Land NÖ. "Unser Aufstieg wird der Abstieg der 'Systemparteien' sein", so der FPÖ-Chef.
Kritik übte Strache an der Schengen-Erweiterung, die Massenillegalität möglich gemacht habe. Und Armut, die bereits bestehe, dürfe nicht auch noch durch Masseneinwanderung importiert werden.
"Politikerverdrossenheit"
Er sei auch überzeugt, dass es "keine Politikverdrossenheit, sondern eine Politikerverdrossenheit" gebe, so Strache. Landeshauptmann Erwin Pröll, den der FPÖ-Chef als "Maulheld" bezeichnete, sei ein Beispiel dafür. Pröll glaube, die Menschen kurz vor der Landtagswahl täuschen zu können. Er habe viel mit dem Wiener Bürgermeister Landeshauptmann Michael Häupl gemeinsam. Beide seien "skrupellose Machtpolitiker".
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