Erwin Pröll muss seinen 'Thron' verteidigen:
Seit über 15 Jahren NÖ-Landeshauptmann
- Ist längst dienender Niederösterreich-"Landesvater"
- Geht zum vierten Mal als Spitzenkandidat ins Rennen

Erwin Pröll geht nicht nur als "Titelverteidiger" in die NÖ Landtagswahl, sondern auch zum vierten Mal als Spitzenkandidat der Volkspartei NÖ. Bei den vorangegangen Urnengängen hat er Tiefen wie Höhen erlebt. 1993 war Pröll der "Verlierer", weil die VP-NÖ erstmals die "Absolute" im Land eingebüßt hatte. Zehn Jahre später jedoch mutierte der Landeshauptmann mit 53,3 Prozent zum "Erwinator".
Erwin Pröll ist inzwischen der längst dienende "Landesvater" Niederösterreichs. Als Nachfolger von Siegfried Ludwig hat er das Amt am 22. Oktober 1992 und damit vor mehr als 15 Jahren angetreten. Der Niederlage bei der Wahl 1993 (44,2 Prozent waren der historische Tiefstand der ÖVP im Land, auch weil das damals neu gegründete LIF angetreten war und auf Anhieb drei Mandate erreicht hatte) folgten ein Plus von 0,7 Prozentpunkten 1998 sowie schließlich der große Triumph am 30. März 2003 mit der Rückeroberung der absoluten Mehrheit. 53,3 Prozent waren das drittbeste Ergebnis für die Landes-Volkspartei beim 13. Wahlgang in Niederösterreich seit 1945.
Ergebnisse Landtagswahl 2003
Das Ergebnis der NÖ Landtagswahl vom 30. März 2003: V 53,3 % (31 Mandate), S 33,6 % (19), G 7,2 % (4), F 4,5 % (2). Drei weitere Parteien, die ebenfalls angetreten waren (KPÖ, GRÜNÖ und CWG) hatten den Einzug in den Landtag vor fünf Jahren nicht geschafft.
(apa/red)
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