Samstag, 26. Jänner 2008

Schneeglöckchen kündigen Frühling an:
Klimawandel beschert uns warmen Winter!

  • Blumen sogar früher als im Rekordjahr 2007 dran
  • Sturmwarnung in Ostösterreich: Starke Böen erwartet

Die ersten Schneeglöckchen des heurigen Jahres sind bei der Hohen Warte in Wien gesichtet worden. Damit sind die weißen Frühlingsboten um zehn Tage früher dran als im Rekordjahr 2007, als die ersten Schneeglöckchen am 31. Jänner entdeckt wurden. Möglich gemacht habe das der Klimawandel, teilten die Experten der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) mit. Unterdessen muss sich der Osten Österreichs für einen heftigen Sturm wappnen. Es werden Windspitzen über 100 km/h erwartet.

"Unsere Vegetation in Österreich ist generell früher dran, als noch vor 30 Jahren", erklärte Elisabeth Koch, Phänologin der ZAMG. Im Vergleich zu den 1970er Jahren blühen daher auch die Schneeglöckchen im Schnitt um eine Woche früher. Die Vegetationsperiode habe sich verlängert. Die Schneeglöckchen haben dem Winter eine Woche abgerungen, schilderte die Fachfrau.

Der heurige Winter hat laut ZAMG zwar kalt begonnen, ist aber mittlerweile milder geworden. Nach dem Rekord-Jänner 2007 ist auch der Jänner 2008 überdurchschnittlich warm in Österreich. Vor allem im sehr warmen Süden des Landes ist der Jänner auf dem besten Weg, unter die wärmsten drei Jänner-Monate seit Beginn der Wetteraufzeichnungen zu kommen.

Sturmwarnung im Osten
Ein Sturm wird in den nächsten eineinhalb Tagen den Osten Österreichs treffen. Besonders im Wiener Bereich sind Spitzenwerte über 100 Stundenkilometer zu erwarten, sagte ein Meteorologe der ZAMG. Vor allem im Weinviertel, im Wienerwald und im Wiener Becken wird es stürmisch.

Später werden auch weiter südlich gelegene Gebiete wie die Bucklige Welt, das Leithagebirge und Gegenden im nördlichen Burgenland von den Windböen erfasst. "Es wird keine Rekordwerte geben. Ungewöhnlich ist aber die voraussichtliche Dauer des Sturms. Erst in der Nacht auf Montag wird er wirklich nachlassen", sagte der Experte.

(APA/red)

26.1.2008 16:43