Buben in Waldviertler Löschteich gestürzt: Überlebenschance 'außergewöhnlich gering'
- Kinder hängen jetzt an der Herz-Lungen-Maschine
Den beiden Buben, die auf einem Teich im Waldviertel durchs Eis gebrochen sind, geht es ausgesprochen schlecht. "Die Chancen auf ein Überleben sind außergewöhnlich gering. Die beiden Kinder sind an der Herz-Lungen-Maschine", sagte der Chef der Universitätskinderklinik am Wiener AKH, Arnold Pollak, der APA.
Die beiden Buben, laut Polizei sind sie vier und fünf Jahre alt, waren zunächst nach dem Unfall etwa eine dreiviertel Stunde nicht reanimiert gewesen. Dann erfolgten Wiederbelebungsmaßnahmen von Laienhand. Schließlich kamen die Kinder in Notarztbetreuung und wurden ins Wiener AKH gebracht, während noch immer Wiederbelebungsmaßnahmen liefen. Bisher hatte man die Körpertemperatur der Verunglückten langsam erhöht, so der Mediziner.
Die beiden Kinder seien beim Spielen in den Teich eingebrochen, der zum Zeitpunkt des Unglücks nur eine dünne Eisschicht aufgewiesen habe. Wie es zu dem Unglück genau gekommen war, sei noch nicht geklärt. Die Kinder hatten zunächst in einem Hof gespielt und seien beaufsichtigt gewesen, so die Angaben der Polizei unter Berufung auf eine Mutter eines Buben. Die beiden seien in einem unbeobachteten Augenblick zu dem nahe gelegenen Löschteich gegangen. Später seien der Vierjährige und sein ein Jahr älterer Freund von der Mutter eines der Kinder leblos im Wasser vorgefunden worden.
Bereits vor rund vier Jahren kam es an der Alten Donau in Wien zu einem ähnlich dramatischen Fall. Zwei Brüder, damals sieben und neun Jahre alt, waren durchs Eis gebrochen. Die Kinder überlebten das Unglück.
(apa)
