Freitag, 25. Jänner 2008

Weniger "rollende Bomben" in Kärnten:
Zahl der beeinträchtigten Fahrzeuge sinkt

  • Vor allem Zustand der Lkws hat sich verbessert
  • Landesrat führt dies auf mobile Prüfzüge zurück

Positive Nachricht vom Kärntner Straßenverkehr: Im vergangenen Jahr ist die Zahl der "rollenden Bomben" und "Schrott-Lkw" im südlichsten Bundesland um 8,9 Prozent zurückgegangen. Der zuständige Landesrat Reinhart Rohr führte dies vor allem auf den Einsatz des mobilen Prüfzuges des Landes hin, mit dem 2007 an 85 Einsatztagen insgesamt 590 Kraftfahrzeuge aus dem In- und Ausland auf ihre Verkehrstauglichkeit hin gecheckt worden sind.

Bei diesen Überprüfungen wurden bei 216 Fahrzeugen oder 36,6 Prozent (2006: 252 oder 42,9 Prozent) schwere Mängel festgestellt. Bei 72 Fahrzeugen oder 12,2 Prozent (2006: 99 bzw. 16,8 Prozent) bestand sogar "Gefahr in Verzug". Leichte Mängel gab es bei 251 Fahrzeugen (2006: 203), nur 51 Fahrzeuge (34) gaben überhaupt keinen Grund zur Beanstandung.

Der Anteil an ausländischen Fahrzeugen lag bei den schweren Mängeln bei 17,1 Prozent, bei Gefahr in Verzug bei 29,2 Prozent. Das heißt, dass auch der Zustand der ausländischen Kraftfahrzeuge besser wird.

Verstärkte Kontrollen
Heuer soll der mobile Prüfzug laut Rohr neben den Kontrollen an den Transitrouten Südautobahn (A2), Tauernautobahn (A10) und Karawankenautobahn (A11) wieder verstärkt im niederrangigen Straßennetz und beim sogenannten Zielverkehr zum Einsatz kommen. Außerdem wurden zusätzlich zum Autobahn-Kontrollplatz Haimburg zwei weitere - Tauernautobahn bei Kellerberg und Drautal Straße (B100) bei Steinfeld - errichtet.

Sicherheitsgewinn
Auch der Leiter der Verkehrsabteilung der Polizei in Kärnten, Oberst Adolf Winkler, und der Leiter der Landesstelle für Kraftfahr- und Flugverkehr, Günther Trattler, betonten den Sicherheitsgewinn auf Kärntens Straßen durch den flexiblen Einsatz des mobilen Prüfzuges. Das Wissen um die Kontrollen habe dazu geführt, dass sich speziell bei den Lkw der Zustand der Fahrzeuge verbessert habe. Auch die Ruhezeiten bei den Lenkern würden genauer eingehalten.
(apa/red)

25.1.2008 13:02