Eislauf-Vergnügen kann gefährlich werden:
Jährlich verletzen sich tausende auf dem Eis
- Häufig können nach Stürzen Knochenbrüche auftreten
- Beim Natureislauf sollte man die Temperatur beachten
Mehr als eine Million Österreicher wagen sich jedes Jahr auf zwei Kufen auf spiegelglatte Eislaufplätze oder Seen. Doch für manche geht das winterliche Vergnügen böse aus. Im Jahr 2006 wurden 4.700 Eisläufer mit Verletzungen ins Spital eingeliefert. Am häufigsten traten nach Stürzen Knochenbrüche auf, wie das Kuratorium für Verkehrssicherheit berichtete.
Die meisten Verletzungen zogen sich die Wintersportler im Jahr 2006 bei Stürzen zu (82 Prozent). Rund zehn Prozent mussten sich nach einem Zusammenstoß im Krankenhaus behandeln lassen. Am häufigsten brachen sich die Eisläufer den Unterarm oder das Handgelenk. Daneben besteht vor allem die Gefahr, das Gleichgewicht zu verlieren und mit dem Hinterkopf am Eis aufzuprallen. Ein Ski- oder Eishockeyhelm kann laut Kuratorium für Verkehrssicherheit schwere Kopfverletzungen verhindern. Vor Verstauchungen des Handgelenks schützen feste Handschuhe.
Risiko beim Natureislaufen
Jenen, die das Eisvergnügen in freier Natur suchen, empfiehlt sich ein regelmäßiger Blick aufs Thermometer. "Wenn die Außentemperatur über mehre Tage nur wenige Grad Celsius unter dem Gefrierpunkt liegt, ist eine Eisfläche nicht mehr sicher", so Rupert Kisser vom KfV. Er schlägt Natureisläufern vor, nur auf präparierten Bahnen zu laufen, die "ausdrücklich für das Eislaufen freigegeben sind."
Rasche Unfallhilfe
Bricht ein Eisläufer dennoch ein, ist ruhiges, aber schnelles Handeln gefragt. Der Eingebrochene kann versuchen, sich mit ausgestreckten Armen zurück aufs Eis zu schieben. Der Retter sollte sich dem Verunfallten nur auf dem Bauch liegend nähern und Bretter oder Äste als Hilfsmittel verwenden. Dabei gilt für beide, das Körpergewicht auf eine möglichst große Fläche zu verteilen. Nach einem Einbruch sind rasche Wärmezufuhr und ein Arztbesuch Pflicht.
Ideal für Herz und Kreislauf
Hält man bestimmte Sicherheitsvorkehrungen ein, kann das winterliche Eisvergnügen jedoch sehr gesund sein. "Gerade für Kinder und ältere Menschen ist Eislaufen der ideale Sport, da das Herz-Kreislauf-System gestärkt und die Koordinationsfähigkeit trainiert wird", so Kisser.
(apa/red)

