Brutaler Überfall auf Pfarrer bei St. Pölten: Täter strangulierten Geistlichen wegen Geld
- Täter sprachen laut Polizei gebrochenes Deutsch
Nach dem brutalen Raubüberfall auf einen Pfarrer im Bezirk St. Pölten sind die Ermittlungen auf Hochtouren weitergelaufen. Bis Mittag sollte entschieden werden, ob der 64-jährige Geistliche noch länger im Krankenhaus bleibt oder entlassen werden kann. In der Folge werde er nochmals zum Hergang befragt, sagte Franz Kern, Abteilungsleiter bei der Außenstelle St. Pölten des Landeskriminalamtes NÖ. Die dem Überfall folgende Alarmfahndung nach den drei unbekannten Tätern war ergebnislos verlaufen.
Der Pfarrer hatte, so Kern, gerade ferngesehen, als die Männer um 19.20 Uhr an der Eingangstür zum Pfarrhof in Böheimkirchen läuteten. Als er öffnete, stürmten sie sofort in den Vorraum und bedrohten ihn verbal und körperlich. Der 64-Jährige wehrte sich gegen die Angriffe und biss einen Täter derart in die Hand, dass dieser laut NÖ Sicherheitsdirektion mit Sicherheit geblutet haben dürfte.
In der Folge fesselten die Kriminellen den Pfarrer mit Paketschnüren. Sie legten ihm auch eine Schnur um den Hals und zogen zu, um ihn zum Öffnen des Tresors zu zwingen. Daraus entnahmen sie Bargeld und Sparbücher und stahlen auch die Geldbörse mit den Bankomatkarten des Opfers und der Pfarre.
Die Täter ließen den Pfarrer verletzt und gefesselt zurück und flüchteten, wobei sie die Tür zum Pfarrhof von außen versperrten und den Schlüssel mitnahmen. Gegen 20.00 Uhr gelang es dem Überfallenen, sich zu befreien. Er verließ das Haus durch ein Fenster und rief Hilfe herbei.
Der Geistliche hatte Prellungen u.a. des Schädels sowie Abschürfungen erlitten und befand sich in einem Schockzustand. Er wurde mit der Rettung ins Krankenhaus St. Pölten gebracht.
Täter sprachen laut Polizei gebrochenes Deutsch
Nach dem brutalen Raubüberfall auf einen Pfarrer im Bezirk St. Pölten sind die Ermittlungen am Montag auf Hochtouren weitergelaufen. Bis Mittag sollte entschieden werden, ob der 64-jährige Geistliche noch länger im Krankenhaus bleibt oder entlassen werden kann. In der Folge werde er nochmals zum Hergang befragt, sagte Franz Kern, Abteilungsleiter bei der Außenstelle St. Pölten des Landeskriminalamtes NÖ. Die dem Überfall folgende Alarmfahndung nach den drei unbekannten Tätern war ergebnislos verlaufen.
Zwei der Täter waren maskiert. Der dritte hatte eine auffallend fahle Gesichtsfarbe und war etwa 40 Jahre alt. Keiner der Männer war größer als 1,75m. Sie sprachen gebrochenes Deutsch.
Wie Kern weiter ausführte, haben die noch am Abend durchgeführten ersten Befragungen der Anrainer keine Hinweise bzw. verdächtige Beobachtungen ergeben. Von der weiteren Aussage des Opfers erhoffte sich der Kriminalist u.a. eine Konkretisierung der Personenbeschreibung der Täter.
Den Raubüberfall auf den Pfarrer in Klosterneuburg-Kierling am 4. Jänner haben ebenfalls drei bis dato unbekannte Täter verübt. Einbruchsdiebstähle in Pfarrhöfe habe es immer wieder gegeben, so Kern, diese "Qualität" der Kriminalität sei allerdings zumindest in seiner fast 30-jährigen Dienstzeit neu.
(APA/red)
