Einreise-Bestimmungen in GB verschärft:
Digitalfoto und Fingerprint für Visa nötig
- Besucher aus der EU und den USA nicht betroffen
- Einwanderungsrecht allgemein vor Verschärfung
·USA schauen Gästen genau auf die Finger
Alle zehn Finger werden bei Einreise eingescannt!
·Fingerabdrücke bald auch in Japan Pflicht
Abdrücke und Fotos im Kampf gegen Terrorismus
Alle Besucher Großbritanniens, die für ihre Einreise ein Visum benötigen, müssen sich ihre Fingerabdrücke nehmen lassen. Im Zuge der schrittweisen Einführung des Systems seit September 2006 wurden biometrische Informationen von bereits über einer Million Menschen überprüft und fast 500 Fälle von Identitätsbetrug aufgedeckt, wie Einwanderungsminister Liam Byrne mitteilte. Besucher aus der EU und den USA, die Visa-frei einreisen dürfen, sind von der Maßnahme nicht betroffen.
Wer für die Einreise in das Königreich oder einen längeren Aufenthalt ein Visum braucht, muss sich künftig bei der Beantragung im Ausland neben der Erfassung der Fingerabdrücke auch digital fotografieren lassen. Die Daten werden gespeichert. Die technischen Ausrüstungen für die Maßnahme, die das britische Innenministerium als "Export der Grenzen ins Ausland" bezeichnete, sollen bis spätestens April in sämtlichen Konsulaten des Königreichs einsatzbereit sein.
Das Erfassen von Fingerabdrücken soll dazu dienen, dass jemand nach Ablauf der Reiseerlaubnis nicht heimlich im Land bleiben kann. Es ist Bestandteil einer allgemeinen Verschärfung des Einwanderungsrechts in Großbritannien. So sollen nur noch diejenigen Zuwanderer eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung erhalten, die mindestens über einen Facharbeiterabschluss verfügen, die englische Sprache in Wort und Schrift beherrschen und für ihren Lebensunterhalt selbst aufkommen. (apa/red)
