Lufthansa und TUI planen Fusion ab 2009: Konkurrent Air Berlin soll überflügelt werden
- Germanwings auf der Suche nach Expansionsfeldern
- Eurowings überlegt ebenfalls Beitritt in Joint Venture

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Lufthansa und TUI planen für 2009 die Fusion ihrer Billigfluglinien. Damit soll der große Konkurrent Air Berlin unter Druck gesetzt werden. Germanwings befindet sich auf Expansionskurs. TUIfly hingegen enttäuschte jüngst mit sinkenden Auslastungen.
Die deutsche Lufthansa und der Touristikkonzern TUI wollen ihre Billigfluglinien Germanwings und TUIfly zusammenlegen. Ziel sei eine gemeinsame Fluggesellschaft, die auch ein Gegengewicht zum Billigflieger Air Berlin schaffen soll. Die geplante Fusion wird möglicherweise erst im kommenden Jahr wirksam. Geplant sei, dass der Zusammenschluss spätestens im Frühjahr 2009 mit Beginn des Sommerflugplans arbeitsfähig sei, teilte TUI-Travel mit.
Vereinbarung unterzeichnet
Eine entsprechende Grundsatzvereinbarung mit der größten deutschen Fluggesellschaft und dem Germanwings-Haupteinger Albrecht Knauf wurde schon unterzeichnet. Auch der Regionalflieger Eurowings solle in das Joint Venture eingehen. Allerdings seien die Verhandlungen in einem frühen Stadium. Die Fusionspläne müssen jedoch noch ein paar Hindernisse überwinden. Neben den jeweiligen Konzerngremien müssen auch noch die Kartellwächter zustimmen.
Enttäuschende TUIfly
TUIfly hatte als Ergebnis aus dem Zusammenschluss der TUI-Töchter HLX und Hapagfly die Erwartungen des Reisekonzerns TUI nicht erfüllt. Zuletzt musste die Kapazität wegen vieler leerer Sitze reduziert werden. Die Billigfluglinie Germanwings gilt hingegen als erfolgreich, sucht aber wegen des starken Wachstums des Konkurrenten Air Berlin nach neuen Expansionsfeldern.
Unterdessen seien die erhofften Einsparungen aus der Fusion der britischen Reisefirma First Choice Holidays und der TUI Touristiksparte unter dem Dach der neuen TUI Travel in London größer als bisher erwartet, hieß es. Das Synergiepotenzial wurde zunächst auf rund 100 Mio. Pfund, etwa 135 Mio. Euro, geschätzt. Nun gehe man jedoch von rund 150 Mio. Pfund jährlich aus und dieses Potenzial soll ab 2010 voll wirksam werden. Vorher werden jedoch 180 Mio. Pfund an Restrukturierungskosten fällig, wie TUI mitteilte.
(apa/red)
