Montag, 14. Jänner 2008

Reger Zulauf für Kindergeld neu gemeldet:
600 Personen beabsichtigen Modellwechsel

  • Kurze Varianten (15 plus 3 bzw. 20 plus 4) bevorzugt
  • 2008 vor allem von Jugendwohlfahrtsgesetz geprägt

Bereits etwa 600 Personen wollen auf das seit Jahresbeginn geltende neue Modell des Kinderbetreuungsgeldes umsteigen. Das teilte Familienministerin Kdolsky mit. "Das ist eine eindrucksvolle Zahl", vor allem die kürzere Variante (15 plus drei, beziehungsweise 20 plus vier Monate) werde häufig gewählt, so Kdolsky.

"Das Kinderbetreuungsgeld Neu ist ein Erfolgsmodell. Es wurde dadurch auch die Möglichkeit geschaffen, den Menschen Eigenverantwortung zu geben", erklärte die Ministerin. Ein wesentlicher Bestandteil der Änderungen sei die per 1. Jänner gestartete Informationskampagne. Rund 600 Personen meldeten sich daraufhin für eine entsprechende Umstiegsmöglichkeit. Im Zuge des neuen Kinderbetreuungsgeldes sollen besonders kinderreiche Familien, aber auch Alleinerzieher stärker unterstützt werden.

Das Jahr 2008 werde neben dem Thema "Kindergeld" vor allem von einem neuen Jugendwohlfahrtsgesetz geprägt sein. Die Ministerin kündigte diesbezüglich eine Enquete zur geplanten Novelle am 21. Februar in Wien an. Nachdem Arbeitsgruppen bis zum Sommeranfang einen Gesetzesentwurf entwickeln, soll die Novelle im Herbst in das Parlament kommen. "Alle sind eingeladen, daran teilzunehmen, denn der Schutz der Kinder geht uns alle an", so Kdolsky.

Zu der vom FPÖ-Nationalratsabgeordneten Karlheinz Klement zuletzt vorgeschlagenen "Geburtenprämie" meinte die Familienministerin: "Ich glaube nicht, dass eine Prämie auf Kinder der Weg hin zu Kinderfreundlichkeit ist. Es geht um Unterstützung für Familien. Ich sehe eine Prämie als keinen wirklichen Anreizschritt. Wir setzen auf Kommunikation", so Kdolsy. (apa/red)

14.1.2008 12:51