Handys lösen Hautausschlag im Gesicht aus:
Nickel als Ursache für allergische Reaktion
- Dänemark: Von 41 Geräten jedes Fünfte nickelhältig
- Noch kein europaweiter Nickel-Grenzwert für Handys
Manche Handys enthalten so viel Nickel, dass sie eine Kontaktallergie auslösen können. Im Gegensatz zu Schmuck und Brillen gebe es keinen europaweit gültigen Nickel-Grenzwert für Handys. Die Frage ist, ob die Hersteller sollten aber über den Nickelgehalt ihrer Geräte informieren sollten.
Das dänische Allergiezentrum in Gentofte hatte nach Informationen der "tageszeitung" 41 gängige Handymodelle getestet und bei jedem fünften Nickel nachgewiesen - beispielsweise in der Tastatur, der Umrandung des Schirms oder im Firmenlogo. Forscher der Brown- Universität in Providence im US-Bundesstaat Rhode Island stießen in zehn von 23 getesteten Handy- und Headset-Modellen auf Nickel, wie sie im "Canadian Medical Association Journal" berichten.
Handy selbst auf Nickel testen
Lionel Bercovitch und John Luo waren über einen 18-jährigen Patienten mit Hautausschlag im Gesicht auf das Problem aufmerksam geworden. Der Ausschlag verschwand, als der Patient auf ein nickelfreies Mobiltelefon umstieg, und kehrte zurück, als er wieder zum gewohnten Handy griff. Das dänische Allergiezentrum rät Allergikern, das eigene Handy mit einem Nickeltest aus der Apotheke zu testen, solange es keine Kennzeichnungspflicht gebe.
(apa/red)

