NEWS-Report - Die Hassprediger unter sich:
Wie die FPÖ bei der Grazer Wahl punkten will
- Platter: "Das Vorgehen der FPÖ ist unverantwortlich."

Alarmstufe Rot. Wie die FPÖ mit ihren Anti-Islam-Parolen Österreich gefährdet. Warum der Innenminister nun warnt und wie der Verfassungsschutz reagiert.
Die einen, die blauen Agitatoren, brüten derzeit darüber, wie viel ihnen die bewusste Provokation gegen den islamischen Propheten Mohammed bei der Grazer Gemeinderatswahl am Sonntag bringen könnte. Und wie sie die radikale Linie am besten in ganz Österreich weitertreiben können. Schließlich ist Wahlkampf. Und in Stimmenfänger-Zeiten waren die selbst ernannten Rächer der Enterbten derzeit der vermeintlich Geschändeten bekanntlich nie zimperlich. Die anderen, die Beamten des Innenministeriums und der Verfassungsschutz, sitzen derzeit ebenfalls zusammen. Sie müssen nun retten, was zu retten ist. Nachdem es die Grazer FPÖ-Spitzenkandidatin Susanne Winter, die bislang kaum einer kannte, mit ihrer Hetze gegen den Propheten Mohammed (Er ist ein Kinderschänder) nun bis in die internationalen Medien und zu einem eigenen Anti-Winter-Drohvideo geschafft hat, muss der Verfassungsschutz nicht nur die blaue Hasspredigerin schützen.
Platter: Das Vorgehen der FPÖ ist unverantwortlich.
VP-Innenminister Günther Platter nimmt im NEWS-Interview denn auch erstmals zu den inakzeptablen Aussagen der FPÖ Stellung: Wir haben gesehen, was diese Karikaturen in Dänemark ausgelöst hatten. Wenn man solche Situationen schon erlebt hat, muss man besonders auf der Hut sein, dass wir in Österreich nicht ähnliche Situationen erleben. Das Vorgehen der FPÖ ist einfach unverantwortlich. Hinter den Kulissen wird die Gefahrenlage jedenfalls schon als kritisch bewertet. Immerhin hat auch die Globale Islamistische Medienfront (GIMF) bereits eine Internet-Reaktion auf Winters Sager angekündigt. Die Observierung von mutmaßlichen Islamisten und von potenziell gefährdeten Objekten und Menschen in Österreich wird nun jedenfalls präventiv erhöht. Denn die Sager von Winter und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache erreichen fast die Dimension der Mohammed-Karikaturen in einer dänischen Zeitung 2005.
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