Kitzbühel '08 - Schafft Maier das Wunder?
Fünf Siege bei sechs Super-G-Starts für Maier
- Maier will Rad der Zeit noch einmal zurückdrehen

Schicksalsberg Hahnenkamm: 521 Tage nach seinem schweren Motorradunfall feiert Hermann Maier in Kitzbühel am 27. Jänner 2003 mit dem Sieg im Super-G das größte Comeback der Skigeschichte, wird danach noch einmal Weltmeister und Gesamtweltcupsieger.
Fünf Jahre später steht der 35-jährige Salzburger auf der Kitzbüheler Streif wieder vor einem Rennen, das über seine weitere Skikarriere entscheidet. Kann der Herminator beim Super-G am kommenden Freitag, 18. Jänner, tatsächlich das Rad der Zeit zurückdrehen und noch einmal zuschlagen? Vielleicht sogar tags darauf in der klassischen Hahnenkamm-Abfahrt? Und wenn: Beendet Hermann Maier unmittelbar nach einem Kitz-Sieg möglicherweise sofort seine unvergleichliche Karriere?
Zwei Jahre ohne Sieg
Noch stehen die Zeichen schlecht für ein zweites Wunder von Kitz. Seit fast zwei Jahren ist der Herminator nun schon ohne Rennsieg. Das letzte Mal durfte er am 28. Jänner 2006 nach der Abfahrt von Garmisch-Partenkirchen jubeln. Und eine Woche davor beim Super-G in Kitzbühel. Seither gabs für den ehemaligen Seriensieger, der aktuell bei 53 Weltcuperfolgen hält, Enttäuschungen am laufenden Band. Bei den Olympischen Spielen von Turin 2006 schnappte ihm der Norweger Kjetil Andre Aamodt im letzten Augenblick die so heiß ersehnte Goldmedaille im Super-G weg, im Riesentorlauf reichte es für den Weltmeister von 2005 auch nur zu Bronze. Aber es sollte noch schlimmer kommen. Von der Ski-WM in Åre im Februar 2007 musste der Salzburger ohne eine einzige Medaille heimfahren. Erstmals in seiner Karriere blieb Maier im letzten Weltcupwinter ohne Sieg. Lange hat er sich danach Zeit gegeben, um über seine Zukunft im Skizirkus nachzudenken, er hat dabei immer wieder laut über ein Karriereende nachgedacht. Um dann knapp vor Sommerbeginn einen Paukenschlag zu setzen. Maier wechselte von Atomic zu Head. Ich habe eine neue Herausforderung gebraucht, erklärte er den spektakulären Markenwechsel.
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