Physische Probleme beim ÖTV-Doppel-Ass:
Knowle kämpft mit körperlichen Problemen
- Knowle und Aspelin sind als Nummer drei gesetzt
- Bammer und Paszek bilden ebenfalls ein Doppel-Duo

Insgesamt sechs Österreicher versuchen sich im Herren-Doppelbewerb der Australian Open, doch das Hauptaugenmerk liegt auf Julian Knowle. Der 33-jährige Vorarlberger ist erstmals als Grand-Slam-Sieger zu einem Major gekommen und ist mit seinem schwedischen Partner Simon Aspelin als Nummer 3 gesetzt. Die Vorzeichen sind wegen seiner gesundheitlichen Probleme freilich nicht die besten, das geplante Mixed mit Tamira Paszek hat er vor allem aufgrund der Ellbogen-Entzündung abgesagt.
Mit welchem Gefühl er nun quasi als "regierender Grand-Slam-Sieger" in dieses Turnier geht? "Mit einem ungewissen Gefühl. Dadurch, dass ich keine Vorbereitung gehabt habe, ist es für mich nicht so einfach, das Ganze einzuschätzen", meinte Knowle im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur. Es sei wichtig gewesen, dass er zumindest in Sydney zwei Matches gehabt habe, doch mehr als ein bis eineinhalb Stunden Training täglich seien derzeit nicht möglich.
Dem Österreicher macht schon seit längerem ein Golf-Ellbogen im linken Arm zu schaffen. Obwohl er außer Aufschlag und Smash alles zweihändig schlägt, ist dies doch sehr behindernd. Und auch sein linkes Ohr ist nach seinem Gehörsturz noch immer nicht in Ordnung, er hat Probleme mit dem Druckausgleich.
Stammgast bei den Ärzten
"Ich bin schon seit ich da bin mehr oder weniger täglich bei sämtlichen Ärzten und Physios", so Knowle, der von der andauernden gesundheitlichen Situation schon ziemlich genervt ist. "Es ist sehr mühsam im Moment und es schlägt sich schon schön langsam aufs Gemüt. Wenn man seit vier Wochen mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hat, dann raubt das auch sehr viel Energie."
Darum wird er in der Heimat wegen des Gehörproblems noch einmal intensive Blutuntersuchungen sowie ein MRI vom Kopf machen lassen. Für den Davis Cup will er hundertprozentig fit sein, auch mit dem Ellbogen. "Aber wenn es sein muss, lass ich mich auch fitspritzen", will sich Knowle den Heim-Davis-Cup gegen die USA vom 8. bis 10. Februar im Wiener Dusika-Stadion nicht entgehen lassen.
Schwere Auslosung
Zuvor gilt aber volle Konzentration auf Melbourne. "Mit Lindstedt/Nieminen haben wir eine sehr schwere erste Runde und die zweite mit Santoro/Gicquel oder Malisse/Armando ist auch keine gemähte Wiese. Wenn man da drüber kommt, weiß man, dass man gut spielt." Die topgesetzten Bryans, die Aspelin/Knowle in New York auf dem Weg zum Titel sensationell eliminiert hatten, würden dem Duo im Halbfinale blühen. "Es wäre jetzt ein bisserl hochgegriffen, wenn man schon in das Semifinale schaut", mag der Masters-Cup-Finalist noch nicht so weit blicken.
Streichen musste Knowle den geplanten Auftritt mit Tamira Paszek. "Ich wollte mit Tamira spielen, aber ich möchte mich ganz aufs Doppel konzentrieren." Und falls er früher ausscheiden sollte gleich zur Behandlung nach Hause fliegen.
Auch andere Österreicher spielen Doppel
Neben Aspelin/Knowle sind auch Jürgen Melzer/Alexander Peya, Stefan Koubek (mit Luis Horna/PER), Oliver Marach (mit Martin Garcia/ARG) und Werner Eschauer (mit Florian Mayer/GER) im Doppel-Einsatz.
Bei den Damen bilden Sybille Bammer und Paszek ein Duo, außerdem spielt Yvonne Meusburger mit der Deutschen Angelique Kerber. Aus dem ÖTV-Team ist wirklich eine "Doppel-Nation" geworden.
(apa/red)
