Dienstag, 15. Jänner 2008

Bammer und Koubek wollen in Runde drei:
Koubek-Gegner Calleri Kitzbühelsieger 2006

  • Das letzte Duell konnte Koubek für sich entscheiden
  • Bammer bekommt es mit der Nummer 158 zu tun

Mit Siegen über Tamarine Tanasugarn bzw. Carlos Moya haben sich Sybille Bammer und Stefan Koubek in die zweite Runde der Australian Open gekämpft. Koubek trifft mit dem Argentinier Agustin Calleri auf einen durchaus bekannten Spieler, der auch in Österreich mit seinem Kitzbühel-Titel 2006 aufgefallen ist. Bammer bekommt es hingegen mit der kaum bekannten Hsieh Su-Wei aus Taiwan zu tun, doch Österreichs Nummer 1 der Damen ist trotz des ersten Aufeinandertreffens mit der aufstrebenden 22-Jährigen gewarnt.

"Sie hat ein ganz unorthodoxes Spiel: Vorhand-Slice, Rückhand-Slice, Stop, Spin, auf einmal wieder druckvoll. Rhythmus kriegt man auf jeden Fall nicht", ist Bammer schon gut informiert. Natürlich hat die 27-jährige Oberösterreicherin, die nach wie vor nicht hundertprozentig fit ist, eine sehr gute Auslosung. Tanasugarn ist Nummer 117 der Welt, Hsieh gar nur 158. Und als Top-20-Spielerin ist sie natürlich Favoritin. Doch Zahlen können auch trügen.

Auch wenn Bammer als Nummer 19 gesetzt ist, wird sie nicht überheblich auf den Platz gehen, das ist gar nicht ihre Art. "Ich mache mir keinen Druck, ich werde wieder mein Bestes geben." Ihr Coach Jürgen Waber, der seinen Schützling in der ersten Runde besonders emotional angefeuert hat, warnt jedenfalls vor der Taiwanesin. "Ich kenne sie. Man kann sie als weiblichen Santoro bezeichnen. Das wird eine ganz schwierige Partie für die Sybille, weil es total unrhythmisch werden wird."

Aufgrund der Erfahrungen vor Melbourne, so gab Waber zu, war sich der Trainer vor dem Duell mit Angstgegnerin Tanasugarn gar nicht so sicher gewesen. "Wenn ich ehrlich sein soll, nach den letzten Wochen hätte ich gar nicht geglaubt, dass Sybille gewinnen kann." Setzt sich Bammer durch, ist entweder Tatiana Golovin (FRA-13) oder Aravane Rezai (FRA) ihre Gegnerin.

Koubek optimistisch
Etwas anders sind die Vorzeichen bei Stefan Koubek, denn der 31-jährige Kärntner zeigte gegen Moya, immerhin Nummer 18 der Welt und 16 des Turniers, eine wirklich ausgezeichnete Leistung. "Man hat in der Partie gesehen wie gut ich drauf bin. Ich habe echt gut spielen müssen. Wenn es jetzt noch ein bisschen mehr Klick macht, dann kann es noch richtig gefährlich werden für die anderen."

Gegen Calleri hat er eine 1:2-Bilanz, die beiden Niederlagen waren allerdings 2002 und 2003 jeweils in der ersten Rom-Runde, der Sieg stammt aus dem Vorjahr in Sopot. "Ich habe mit ihm in Doha trainiert, da war es ziemlich eng. Er geht sehr schnell auf den Winner. Aber ich werde schauen, dass ich wieder als Sieger vom Platz geh."

Zuletzt hatte Koubek auch bei den US Open die dritte Runde erreicht. Vielleicht etwas verwegen ist der Blick darüber hinaus: Gewinnt Koubek, hätte er in Runde 3 mit Paul Capdeville (CHI) oder Paul-Henri Mathieu (FRA-23) durchaus Gegner in seiner Reichweite. Im Achtelfinale käme es dann vielleicht sogar zum "Kracher" mit der Nummer 2, Rafael Nadal.
(apa/red)

15.1.2008 11:24