Montag, 14. Jänner 2008

Melzer setzt gegen Vanek auf gute Form:
Auch Eschauer trifft auf einen Tschechen

  • Melzer verlor bisher beide Partien gegen Vanek
  • Meusburger bekommt es mit Granville zu tun

Die zweite Österreicher-Tranche bestreitet den Auftakt bei den Australian Open: Jürgen Melzer trifft auf den Tschechen Jiri Vanek, Werner Eschauer hat im vierten Match mit der Nummer 13 Tomas Berdych ebenfalls einen Tschechen zum Gegner. Yvonne Meusburger beginnt aus österreichischer Sicht den Tag im ersten Match gegen Laura Granville.

Melzer möchte bei seinen sechsten Australian Open gerne weiter kommen als bisher, dazu wäre allerdings ein Achtelfinale nötig. Gegen seine erste Hürde hat er in den einzigen Begegnungen allerdings zweimal verloren. "Ein Match war auf der Tour in Casablanca, da habe ich die Nerven verloren in dem Match", erinnert er sich. Vanek spiele typisch tschechisch: "Er schiebt den Ball. Wenn man da ein bisserl den Rhythmus verliert, kann man gegen den schlecht ausschauen, aber im Moment 'lauft's' ganz gut und ich bin eigentlich zuversichtlich."

Auch wenn es in Chennai und Auckland jeweils nur zu einem Sieg gereicht hat, ist er mit seiner derzeitigen Performance zufrieden. "Von der Form her passt's, ich hab den Ball ganz gut am Schläger. Mit der Auslosung erste Runde muss man vollauf zufrieden sein, da gibt es viel schlimmere Kaliber, wenn man nicht gesetzt ist." Grundsätzlich will der 26-jährige Deutsch Wagramer allerdings nur von Runde zu Runde denken.

Die Zusammenarbeit mit Neo-Trainer Joakim Nyström läuft laut Melzer prächtig. "Das haut super hin, menschlich war es mir eh klar." Hauptaugenmerk wurde auf die Stabilität bei den Grundschlägen gelegt, aber die Auswirkungen gehen nicht von einen Tag auf den anderen. Ziel: "In Stresssituationen im Match nicht hektisch werden, da fallt man halt noch in alte Muster hinein. Aber ich glaube schon, dass man sieht, dass ich von hinten einfach ruhiger und ein bisserl mehr mit System spiele." Auch mit dem Handgelenk ist bei ihm alles in Ordnung, was ihn freilich besonders freut.

Eschauer fordert die Nummer 13
Auch Österreichs neue Nummer 1 im Herrentennis, wenn vielleicht auch nur befristet, steigt ins Turnier ein. Eschauer trifft bei seinem Australian-Open-Debüt als Außenseiter auf den als Nummer 13 gesetzten Tomas Berdych und hat auch aus der Vergangenheit keine guten Erfahrungen bei drei Challengern in den Jahren 2002, 2003 und 2004 verlor der 33-jährige Hollensteiner jeweils im Achtelfinale in zwei Sätzen.

Meusburger gegen eine US-Amerikanerin
Für Meusburger, die als dritte ÖTV-Dame nach Tamira Paszek und Sybille Bammer am Start ist, ist das Aufeinandertreffen mit Laura Granville (USA) ein neues Erlebnis. Auch die Ausgangslage ist ausgeglichen: Meusburger ist 70., Granville 72. der Weltrangliste.
(apa/red)

14.1.2008 11:40