"Es war noch nicht bestimmt für mich":
Paszek nach Krimi gegen Jankovic zufrieden
- Hat nach über drei Stunden am Court viel gelernt
- Jankovic erwartet sie bald oben bei den Top-Leuten

·Paszek stand kurz
vor der Sensation
Australian Open: Gegen Jankovic drei Matchbälle
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Erfolge bei Grand Slam in Australien eher dürftig
Tamira Paszek hat in der ersten Australian-Open-Runde verloren, doch an Erfahrung hat die erst 17-jährige Vorarlbergerin viel gewonnen. Und sie hat auch gezeigt, dass sie sich verbessert hat und welch Potenzial ihn ihr steckt. Drei Matchbälle, über drei Stunden auf dem Court, enormer Kampfgeist und sogar im Endeffekt drei Punkte mehr als Jelena Jankovic - dennoch schied Paszek bei ihrem fünften Grand-Slam-Turnier erstmals in Runde eins aus.
Paszek spricht im Interview über die Fast-Sensation, ein tolles Kompliment von Jelena Jankovic und was sie aus der 6:2,2:6,10:12-Niederlage lernen kann.
Trotzdem Gratulation Tamira Paszek. Ein unglaubliches Match, oder?
Paszek: "Ja, es war alles dabei, Emotionen, Aggressionen. Es war ein Supermatch, eines der besten, das ich bisher gehabt habe. Klarerweise bin ich total down. Nach drei Matchbällen und so einem Fight ist es nicht einfach, aber es war ein guter Tag."
Waren Sie nach dem glatten ersten Satzgewinn überrascht?
Paszek: "Ich hatte einen Superstart, war sehr motiviert und von Anfang an dabei. Ich habe mich gut bewegt, war aggressiv auf dem Platz und habe die Punkte relativ schnell für mich entschieden. Von dem her war es keine Überraschung."
Am Ende war es drei Mal nur ein Punkt, der fehlte. Wie erinnern Sie sich an die drei Matchbälle?
Paszek: "Der erste Matchball war schon sensationell mit 15, 20 Ballwechseln, wo dann leider sie den Punkt gemacht hat, der zweite war eine Vorhand ins Netz, der dritte war eine Rückhand 10 cm ins Out."
Was nehmen Sie aus diesem Spiel mit?
Paszek: "Sehr, sehr viel. Ich glaube, es war noch nicht bestimmt für mich heute. Die Zeit wird kommen, ich habe die Zeit und auch darüber nachzudenken, was ich heute falsch gemacht habe, woran ich arbeiten muss. Ich glaube, es war ganz gut so."
Was haben Sie denn falsch gemacht?
Paszek: "Ich habe ein Supermatch gespielt, aber in den entscheidenden Momenten fehlt einfach noch die Erfahrung, die Präzision in den Schlägen. Ich müsste öfter ans Netz kommen und Punkte beenden, aber das kommt mit der Zeit."
Aufgefallen ist, dass Sie sich die Beinarbeit betreffend sehr verbessert haben, oder?
Paszek: "Danke. Ja, ich habe sehr daran gearbeitet. Ich war ja mit Richard Brooks jetzt ein Monat in Neuseeland und wir haben sehr viel gearbeitet, auf dem Platz und auch Konditionstraining. Auf andere Weise wie es Larri gehandhabt hat. Ich fühle mich super im Moment, läuferisch und konditionell. Es war einfach nicht so, dass ich müde war am Schluss."
Jelena hat gesagt, Sie werden sicher bald ganz oben bei den Topspielerinnen stehen. Ein schönes Kompliment von der Nummer 4 der Welt, oder?
Paszek: "Ein sehr schönes Kompliment. Die Zeit wird es weisen, heute war nicht mein Tag, sie hat es verdient."
Ärgern Sie sich nicht ein bisschen über die schwere Auslosung?
Paszek: "Ich sehe es nicht negativ, ich sehe es nicht als schlechte Auslosung. Ich denke auch nicht drüber nach, dass ich sonst vielleicht gegen jemand anderen gewonnen hätte heute. Es ist eine positive Erfahrung und eines der besten Erlebnisse, das ich je gehabt habe."
Wie geht es für Sie jetzt in Sachen Turnierplanung weiter?
Paszek: "Ich werde hier noch Doppel und Mixed spielen, danach fliege ich heim. Ich vermisse Mama und Bruder eh schon sehr. Dann geht es voraussichtlich zum Fed Cup nach Argentinien."
Ist das denn noch nicht sicher?
Paszek: "Ja, ziemlich sicher. Dann wieder heim und dann Doha, Dubai."
Haben Sie ein spezielles Ziel für heuer, dass Sie uns verraten wollen?
Paszek: "Weiterhin so viel Spaß haben wie derzeit, er hat am Ende vom Jahr ein bissi gefehlt, der Spaß. Durch Verletzungen und die Sachen, die nicht so geklappt haben. Ich bin wirklich froh, dass ich wieder so viel Spaß hab. Die alte Tamira halt."
(apa/red)
