Stichwort Kyoto-Protokoll: Treibhausgase von 2008 bis 2012 um 5,2 Prozent senken
- Abkommen hätte bereits 2002 in Kraft treten sollen
- Unterschiedliche Ziele für einzelne Länder der EU
·"Pflanzerei" und
"Deja-vu"-Erlebnis
Gespaltene Reaktionen auf den Klimagipfel
·Kyoto-Protokoll: Auf Maßnahmen geeinigt
Treibhausgase bis 2012 um 5,2 Prozent senken

Die Industriestaaten haben sich 1997 auf der UN-Klimakonferenz in der japanischen Stadt Kyoto in einem Protokoll zur Reduzierung wichtiger Treibhausgase verpflichtet. Danach soll ihr Ausstoß von sechs dieser Gase im Durchschnitt der Jahre 2008 bis 2012 um 5,2 Prozent im Vergleich zu 1990 gesenkt werden.
Bei den "Kyoto-Gasen" handelt es sich um CO2, Methan, Lachgas sowie Schwefelhexafluorid, perfluorierte Kohlenwasserstoffe und wasserstoffhaltige Fluorkohlenwasserstoffe. Das Abkommen hätte ursprünglich bereits 2002 in Kraft treten sollen. Da bis dahin noch nicht genug Teilnehmerstaaten den Vertrag ratifiziert hatten (55 waren nötig), ist dies erst am 16. Februar 2006 passiert.
Unterschiedliche Ziele für EU-Länder
Die Gesamtreduktion der sechs wichtigsten Treibhausgase ist nach Ländergruppen aufgeteilt. So muss etwa die EU ihre Emissionen um acht Prozent verringern, die USA um sieben und Japan um sechs. Die EU-Länder haben untereinander sehr unterschiedliche Reduktionsziele ausgehandelt ("Burden Sharing"). Während Deutschland seine Treibhausgase um 21 und Österreich um 13 Prozent verringern müssen, dürfen industriell schwächere Länder wie Irland oder Portugal ihre Emissionen sogar erhöhen.
(apa/red)
