90 Extremisten von pakistanischer Armee
getötet: Militärstützpunkte nun in Sicherheit
- Extremistenführer will weitere Militärstützpunkte
- Aufständige erklären: Mit Bhuttos Tod nichts zu tun!

·Taliban-Offensive im
Nordwesten Pakistans
Heftige Kämpfe führten
zu Dutzenden Toten
·Stichwort: Pakistan erlebt unruhige Zeiten
Zweitgrößter islamischer Staat nach Indoniesien
·Selbstmordattentäter schlägt in Pakistan zu
Exekutive spricht von 22 Toten und 50 Verletzten
Bei schweren Kämpfen im Nordwesten Pakistans sind nach Armeeangaben mindestens 90 Extremisten getötet worden. Ein Sprecher teilte mit, die Sicherheitskräfte hätten im halbautonomen Stammesgebiet Süd-Waziristan Fahrzeuge und Stellungen von Aufständischen, die den radikal-islamischen Taliban nahestehen, mit Artillerie und Hubschraubern angegriffen.
Gleichzeitig bestritt die Armee Berichte, Anhänger des Extremistenführers Baitullah Mehsud hätten einen in der Region gelegenen Militärstützpunkt eingenommen. Ein Sprecher Mehsuds hatte erklärt, nach der Einnahme von Fort Sararogha sei den Aufständischen auch der Sturm auf ein weiteres Fort im Grenzgebiet zu Afghanistan gelungen.
Mehsud Schuld am Tod Bhuttos?
Mehsud wird von der pakistanischen Regierung auch für das tödliche Attentat auf Oppositionsführerin Benazir Bhutto Ende Dezember in der Garnisonsstadt Rawalpindi verantwortlich gemacht. Unterstützung erhielt die Regierung vom Chef des US-Geheimdienstes CIA, Michael V. Hayden. Kämpfer aus dem Umfeld Mehsuds hätten Bhutto getötet, sagte er der "Washington Post". Es gebe enge Verbindungen zwischen regionalen Extremisten und dem Terrornetzwerk El Kaida.
Ein Sprecher der Aufständischen hatte jede Verwicklung bestritten. Das Grenzgebiet zu Afghanistan, in dem Mehsud operiert, gilt als Rückzugsgebiet für Taliban-Kämpfer und Al-Kaida-Terroristen. (APA/red)
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