Türkischer Präsident ruft 'Jahr der EU' aus:
Beitrittsreformen sollen intensiviert werden
- "EU-Mitgliedschaft ist für Türkei oberste Priorität"
- Gül plant 2008 Besuch mehrerer europäischer Länder

·Türkei besteht auf den "Beitritt" zur EU
"Privilegierte Partner- schaft" sei unerwünscht
·Türkei-Beitritt zur EU wieder im Fokus
Kommission ortet eine klare Verlangsamung
·"Neues Kapitel" zum
EU-Beitritt der Türkei
EU fordert von Ankara neuen Reformschwung
·EU verstärkt Reform-
Druck auf Türkei
Rehn fordert Gül zu deren Durchsetzung auf
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Überraschend deutlicher Sieg von Erdogans AKP
Der türkische Staatspräsident Abdullah Gül hat das Jahr 2008 zum "EU-Jahr für die Türkei" ausgerufen. Im vergangenen Jahr sei wegen der Präsidentenkrise und den Parlamentswahlen an der Reformfront nicht viel geschehen, sagte Gül auf dem Rückflug von einem Besuch in Ägypten vor mitreisenden Journalisten. Diese Ereignisse lägen nun aber in der Vergangenheit.
"Die oberste Priorität der Türkei ist der Prozess der EU-Mitgliedschaft", sagte Gül, wie die Zeitung "Radikal" berichtete. Die Türkei müsse jetzt nach vorne schauen. "Deshalb kann ich sagen, dass 2008 das EU-Jahr für die Türkei sein wird."
Der Staatspräsident, der vor seiner Wahl im vergangenen August türkischer Außenminister und EU-Verhandlungsführer war, ist ein engagierter Verfechter der türkischen Europa-Ambitionen. Er werde die EU-Politik der Regierung als Präsident genau beobachten, sagte er. Gül kündigte zudem an, sich aktiv in die EU-Politik seines Landes einzuschalten. Er werde im Laufe des Jahres mehrere europäische Länder besuchen und mehrere Besucher aus europäischen Ländern empfangen. Zu den anstehenden Reformen äußerte sich Gül aber nicht konkret. (apa/red)
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