Mittwoch, 16. Jänner 2008

Neun Tote bei Schießereien in Mexiko: Polizei vermutet Racheakt von Gangstern

  • Unter den Opfern befinden sich auch drei Polizisten
  • Seit Jahresbeginn bereits 100 Menschen getötet

Bei Schießereien und Überfällen im äußersten Nordwesten von Mexiko sind innerhalb weniger Stunden neun Menschen getötet worden, unter ihnen auch drei Polizisten. Die Nacht der Gewalt begann mit dem tödlichen Überfall auf zwei Polizisten in der Stadt Tijuana, die nach ihrem Dienst nach Hause fahren wollten, wie die Staatsanwaltschaft des mexikanischen Staates Baja California mitteilte.

Weitere Opfer waren ein dritter Polizist zusammen mit seiner Frau und ihrer zwölfjährigen Tochter sowie eine 25-jährige Frau mit ihren beiden Kindern. Bei einer Schießerei mit der Polizei mit zwei mutmaßlichen Autodieben wurde außerdem einer der Verdächtigen getötet.

Die Grenzstadt Tijuana, gegenüber der kalifornischen Stadt San Diego gelegen, gilt als Schwerpunkt des organisierten Verbrechens. Die Polizei vermutet in dem Überfall auf die Polizisten den Racheakt einer Gangsterbande, deren Mitglieder nach einem Überfall auf einen Geldtransport festgenommen worden waren.

In Mexiko sind nach inoffiziellen Berichten seit Anfang des Jahres bereits mehr als 100 Menschen gewaltsam zu Tode gekommen. (apa/red)

16.1.2008 08:10