Österreichische Lösung für Italiens Müll?
Florenz will sich an Wien Beispiel nehmen
- Verbrennungsanlage wie in Spittelau in Planung
- Italien-Delegation auf Visite in Bundeshauptstadt

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Verärgerte Neapolitaner zündeten Abfallberge an
Im Ringen um eine Lösung für die akute Müllkrise im Großraum von Neapel blickt Italien nach Wien. Der Präsident der Provinz Florenz, Matteo Renzi, hat die Müllverbrennungsanlage von Wien Spittelau besucht. Sie soll als Modell für eine ähnliche Anlage dienen, die die Florentiner Behörden in der Ortschaft Case Passerini planen.
"Der Besuch in Wien bestätigt uns im Bewusstsein, dass es Lösungen für die Müllprobleme in Italien gibt. Die Notstandslage in Neapel zeigt, dass eine Müllverbrennungsanlage auch für uns die einzige Lösung ist", sagte Renzi.
Auch eine Delegation von Lokalverwaltern und Umweltexperten Neapels will Kontakte zu den Wiener Stadtbehörden aufnehmen, um sich punkto Müllentsorgung beraten zu lassen. Die Donaumetropole sei wegen ihrer fortgeschrittenen Recycling- und Entsorgungssysteme beispielhaft, hieß es aus Neapel.
Neapel kämpft bereits seit mehr als einem Jahrzehnt immer wieder mit dem Müll, der in den vergangenen Wochen erneut nicht weggebracht werden konnte, weil Verwertungsanlagen dafür fehlen. Bisher wurden die Abfälle zur Verarbeitung vor allem nach Deutschland geschickt - eine teure Angelegenheit, die den Staat 250 Euro pro Tonne Müll kostet. Die Müllkrise ist entstanden, weil mehrere Deponien im Raum von Neapel voll sind und wegen der Proteste der Bürger keine neuen eröffnet werden konnten. (apa/red)
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