Um iranischem Militär entgegenzutreten:
Bush will Saudi-Arabien mit Waffen stärken
- 900 Bombensätze für 120 Millionen Dollar geplant
- Außenministerin Rice überraschend mit Irak-Besuch

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Die US-Regierung will der militärischen Macht des Iran mit Waffenlieferungen an Saudi-Arabien entgegentreten. Bei der angestrebten Lieferung an Saudi-Arabien handle es sich um 900 Nachrüstsätze für ungelenkte Bomben im Wert von rund 120 Millionen Dollar, so ein Sprecher des Außenministeriums.
Unterdessen absolvierte US-Präsident George W. Bush seinen ersten offiziellen Besuch in Saudi-Arabien, während US-Außenministerin Condoleezza Rice überraschend zu einem Kurzbesuch in Bagdad eingetroffen ist. Rice betonte nach einem Treffen mit dem irakischen Regierungschef Nuri al-Maliki, die USA legten größten Wert auf Fortschritte bei der nationalen Versöhnung im Irak. Der Sprecher der irakischen Regierung sagte vor der Presse in Bagdad, Rice und Al-Maliki hätten auch über eine Reduzierung der Zahl der US-Truppen in diesem Jahr gesprochen. Konkrete Zahlen nannte er jedoch nicht.
Rice hatte ihre gemeinsame Reise mit Bush für den Besuch in Bagdad kurz unterbrochen. Noch kurz zuvor wurde sie zurück in Saudi-Arabien erwartet. Irakische Medien hatten spekuliert, auch Bush werde während seiner Reise in die arabische Welt einen Abstecher in den Irak machen.
Während Rice in Bagdad Gespräche führte, beschossen türkische Kampfflugzeuge und Artillerie neuerlich mutmaßliche Positionen kurdischer Rebellen im Nordirak. Berichte über Opfer lagen den kurdisch-irakischen Behörden zufolge zunächst nicht vor.
Bush beschwert sich über Ölpreis
Der US-Präsident seinerseits beschwerte sich in Saudi-Arabien über die derzeit hohen Ölpreise. Bei einem Runden Tisch mit saudi-arabischen Unternehmern sagte Bush in Riad, er werde am Abend bei einem Treffen mit König Abdallah die Tatsache zur Sprache bringen, "dass die Ölpreise sehr hoch sind und dass das sehr hart für unsere Wirtschaft ist". Im Gespräch mit dem Staatschef des weltweit größten Ölproduzenten wolle er die Hoffnung ausdrücken, dass die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) bei ihrer Diskussion um eine Änderung der Fördermengen eins berücksichtige: "Wenn die Wirtschaft einer ihrer größten Abnehmer leidet, bedeutet das weniger Absatz."
Der Rekord-Rohölpreis von fast 100 Dollar pro Barrel belastet die von einer Rezession bedrohte US-Wirtschaft. Der US-Präsident hatte das Thema nach Angaben des Weißen Hauses bereits bei Besuchen in den Golfstaaten Kuwait, Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten angesprochen.
Bush erhält Auszeichnung
Bush war zu seinem ersten offiziellen Besuch in Saudi-Arabien eingetroffen. Bei einem ersten Treffen mit König Abdallah ging es laut einem Bericht der saudi-arabischen Nachrichtenagentur SPA um den Nahost-Friedensprozess, die Situation im Irak und den internationalen Kampf gegen den Terror. Über mögliche Vereinbarungen wurde nichts bekannt. Außerdem verlieh der Monarch dem Präsidenten die höchste Auszeichnung seines Landes für ausländische Staats- und Regierungschefs. Bush wollte am Mittwoch weiter nach Ägypten reisen, der letzten Station seiner Nahost-Reise. (apa/red)
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