Montag, 14. Jänner 2008

Gefräßige Affen bedrohen die Ernte:
Uganda weist 300 Tiere nach Russland aus

  • Rund 300 Affen sollen an Russland verkauft werden
  • Tierschützer melden Bedenken an

Gefräßige Affen bedrohen die Ernte der Bauern im ostafrikanischen Uganda. Um das Problem mit den Erntedieben in den Griff zu bekommen, sollen in den kommenden drei Monaten zunächst 300 Affen nach Russland "ausgewiesen" werden, sagte Sam Mwandha, Direktor der staatlichen Naturschutzorganisation UWA. Unter den in Uganda lebenden rund 30.000 Affen sind vor allem "Meerkatzen und Paviane zu Schädlingen geworden, weil ihre Zahl in manchen Gegenden zu stark gewachsen ist."

Die unwerwünschten Affen sollen jedoch nicht getötet, sondern verkauft werden. Affenfänger in den Vororten von Kampala haben bereits ihre Fallen aufgestellt und ködern die Affen mit Bananen und anderen Leckereien. "Für eine Meerkatze bekommt man bis zu 6.000 US-Dollar (etwa 4.000 Euro) auf dem europäischen Markt", sagte ein ugandischer Tierschutzexperte.

Schicksal der Tiere ist ungewiss
Nach Auskunft von Mwhanda würden die Affen in russische Tierschutzgebiete gebracht. Die Zeitung "New Vision" dagegen befürchtete ein schlimmes Schicksal für die exportierten Affen: Es gebe hohe Nachfrage nach Primaten in der medizinischen Forschung und für Tests neuer Impfstoffe. (apa/red)

14.1.2008 17:12