Montag, 14. Jänner 2008

Brite in Seenot vor den Bermudas: Rettung nach Telefonanruf in südenglischem Pub

  • Britischer Pub-Wirt alarmierte US-Küstenwache
  • 61-jähriger Mann konnte gerettet werden

Anstatt SOS zu funken, griff ein in Seenot geratener Brite zum Telefon und kontaktierte den Wirt seines tausende Meilen entfernten Pubs. Der 61-jährige Alan Thompson hatte nach einem Sturz auf seiner Segeljacht einen Beckenbruch erlitten und geriet nördlich der Bermuda-Inseln in Seenot. Daraufhin rief er Roger Pocock (62), den Wirt des "Bull's Head" in der südenglischen Ortschaft Fishbourne an. Wie die Zeitung "Daily Telegraph" berichtete, verständigte dieser sofort den Seerettungsdienst auf der anderen Seite des Atlantiks.

Der schnellen Reaktion von Pocock ist es zu verdanken, dass Alan Thompson wenig später von einem Team der US-Küstenwache gerettet werden konnte. "Ich habe keine Ahnung, warum er nicht gleich das SOS-Signal ausgelöst hat", wunderte sich der Pub-Wirt und vermeintliche Retter.

Auch bei seiner Rettung zeigte sich der verletzte Seefahrer eigensinnig. "Er war sehr enttäuscht, dass wir ihn nicht an Bord behandeln konnten, sondern in ein Krankenhaus bringen mussten", so ein Sprecher der US-Küstenwache. "Er musste dann aber einsehen, dass es nicht anders ging." (apa/red)

14.1.2008 11:39