Bush attackiert seinen Lieblingsfeind: Iran
ist "Welt-Sponsor Nr. 1" des Terrorismus
- "Dank US-Strategie ist Gewalt im Irak gesunken"
- Israel: Optionen im Kampf gegen Atomwaffen offen

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US-Präsident Bush hat erneut den Iran beschuldigt, der "Welt-Sponsor Nr. 1" des Terrorismus zu sein und die Sicherheit der Region zu gefährden. Mit hunderten Millionen Dollar finanziere Teheran die Extremisten in aller Welt, sagte Bush in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE).
Vor seiner Ankunft in Saudi-Arabien hat US-Präsident George W. Bush in Dubai Zwischenstation gemacht. Dort begrüßte ihn der Emir, Scheich Mohammed Bin Rashid al-Maktoum, der zugleich Regierungschef der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) ist.
Dubai im Ausnahmezustand
Die Handelsmetropole am Golf ist Bushs zweiter Stopp in den Vereinigten Emiraten, mit deren Oberhaupt, dem Emir von Abu Dhabi, Scheich Khalifa Bin Zayed al-Nahayan, er Gespräche führte. Laut der amtlichen Nachrichtenagentur WAM war in Dubai der Besuch von großen Bauprojekten vorgesehen. In dem Emirat sind zahlreiche US- und internationale Unternehmen präsent. Schulen, Behörden, Geschäfte und die Börse blieben geschlossen, weil wegen des Besuches mehrere Hauptstraßen und Brücken vorübergehend gesperrt wurden. Der US-Präsident hatte die Vereinigten Arabischen Emirate am Sonntag in einer Rede in Abu Dhabi als Modell für einen "modernen muslimischen Staat" gepriesen.
US-Waffengeschäfte mit Saudi-Arabien
Nach US-Medienberichten soll bei Bushs Besuch in Riad auch ein Abkommen über neue US-Rüstungslieferungen an Saudi-Arabien im Wert von 20 Milliarden Dollar (13,5 Milliarden Euro) bekanntgegeben werden. Ein hoher Beamter des Weißen Hauses wollte in Abu Dhabi lediglich bestätigen, dass es derzeit intensive Gespräche über umfangreiche Waffenlieferungen gebe.
Bush müsste sehr genau wissen, was er aus dem Mund der Führer Saudi-Arabiens zu hören bekommen werde, nämlich "die Verteidigung der Interessen der arabischen und islamischen Welt", schrieb die Zeitung "Al-Watan". Saudi-Arabien habe nie aufgehört, Bush auf die von den USA begangenen "Fehler" im Nahen Osten hinzuweisen. Alle früheren Erfahrungen, die man mit der amerikanischen Führung gemacht habe, müssten "pessimistisch" stimmen, hieß es in einem Artikel von "Okaz".
Israel: Optionen im Kampf gegen Atomwaffen offen
Im Kampf gegen eine atomare Bewaffnung des Iran sind nach den Worten des israelischen Regierungschefs Ehud Olmert alle Optionen offen. "Israel kann sich mit einer nuklearen Aufrüstung des Iran nicht abfinden, und wir schließen keine Möglichkeit von vornherein aus", sagte Olmert nach Medienberichten in Jerusalem vor dem parlamentarischen Ausschuss für Außen- und Sicherheitspolitik. Jede Möglichkeit, eine solche Bewaffnung zu verhindern, sei Teil einer "legitimen" Debatte zu dem Thema. Er habe dies vergangene Woche auch US-Präsident Bush während dessen Besuchs dargelegt. 1981 hatte Israel mit einem Lufteinsatz den mit französischer Hilfe errichteten irakischen Atomreaktor "Osirak" zerstört. Israel zieht die Neubewertung des iranischen Atomprogramms durch die US-Geheimdienste in Zweifel. Diese hatten zuletzt erklärt, Teheran habe sein Atomwaffenprogramm bereits im Herbst 2003 ausgesetzt.
Libanon: USA als Kooperationsbremse?
Der Chef der libanesischen Schiiten-Bewegung Hisbollah, Hassan Nasrallah, hat den USA vorgeworfen, sie hinderten die Libanesen daran, ihre bereits seit über einem Jahr andauernde innenpolitische Krise zu lösen. Nasrallah sagte vor Anhängern in Beirut: "Einige Mitglieder der Mehrheitsfraktion hätten sich mit der Opposition längst auf die Bildung einer Regierung der nationalen Einheit verständigt, wenn die Amerikaner nicht Druck auf sie ausübten." Der Führer der pro-iranischen Bewegung, die im Beiruter Parlament eine starke Fraktion stellt und mit der oppositionellen "Freien Patriotischen Bewegung" des Christenführers und Ex-Generals Michel Aoun verbündet ist, nahm Bezug auf die Rede, die Bush wenige Stunden zuvor in Abu Dhabi gehalten hatte. Bush hatte erklärt, der Iran zerstöre "die Hoffnung der Libanesen auf Frieden, indem er die Terrorgruppe Hisbollah bewaffnet und unterstützt". (apa/red)
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