Platter will klare Kriterien für Migranten: Plant bisher "größten Integrationsprozess"
- Integrationsplattform für verpflichtende Deutschkurse
- Nachhilfe für Jugendliche mit Migrationshintergrund

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Gegenüber 2006 ein
Minus von zwölf Prozent
Innenminister Platter spricht sich für klare Kriterien für Zuwanderer und mehr Migranten im Staatsdienst aus. In einem Interview mit einer österreichischen Tageszeitung erklärte der Minister, er wolle "den größten Integrationsprozess einleiten, den Österreich je hatte".
"Wir haben 1,4 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Das ist einfach so, und das bedeutet auch große Chancen, die wir nützen müssen." Oft hätten Probleme auch mehr mit dem sozialen Hintergrund als der Herkunft zu tun. Häufig gebe es aber kulturelle Unterschiede, die zu Konflikten führen, so Platter. "Und vieles regt die Leute unglaublich auf."
Der "Kurier" veröffentlicht auch erste Details aus dem Bericht der Integrationsplattform, demnächst präsentiert wird. Vorgeschlagen wird u.a., die verpflichtenden Deutschkurse im Rahmen der Integrationsvereinbarung stark auszuweiten und für Kinder mit Migrationshintergrund ein möglichst früher Eintritt in den Kindergarten anzustreben. Es sollte mehr Kindergärtnerinnen mit Migrationshintergrund geben.
Nachhilfe für Jugendliche mit Migrationshintergrund
Die oft schlechten schulischen Leistungen von Jugendlichen mit Migrationshintergrund sollten durch Nachhilfe bekämpft werden. Dabei könnten vor allem Studierende mit dem gleichen ethnischen oder kulturellen Hintergrund wie die Schüler an den Schulen Nachhilfe geben.
Religionslehrer - Priester und Imame - sollten erst nach einem Grundkurs über Recht und Kultur in Österreich unterrichten dürfen. Am besten sollten diese überhaupt in Österreich ausgebildet werden. In den Lehrplänen der Schulen sollten wiederum verstärkt die Weltreligionen behandelt werden, um das gegenseitige Verständnis zu fördern.
(apa/red)
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